Die Familie v. Buseck

Die Familie v. Buseck ist ein altes Lahngauer Adelsgeschlecht, dessen erste bekannten Vertreter Siboldus (Sibold) und Themarus (Demar) de Buchsecke urkundlich im Jahr 1152 genannt werden.
Im 14. Jahrhundert waren Mitglieder der Familie als Burgmannen in Gießen, sowie auf dem Gleiberg, Vetzberg und der Kalsmunt bei Wetzlar. Ihr Ursprungsort war wahrscheinlich Alten-Buseck im Busecker Tal. Zumindest war die Familie hier über Jahrhunderte hinweg ansässig.
Mit der Familie v. Trohe bildeten sie eine Ganerbschaft über das Gebiet des Busecker Tales. Das Reichslehen Busecker Tal kam im Jahre 1806 zum Großherzogtum Hessen, an das die Familie v. Buseck (die Familie v. Trohe war 1641 ausgestorben) die Gerichtsbarkeit (seit 1806 Patrimonialgerichtsbarkeit) im Jahr 1827 abtrat.
Die Familie v. Buseck ohne Beinamen gehört der heute noch bestehenden Althessischen Ritterschaft an. Dieser Zweig besteht heute in Bayern, in Österreich und in Amerika fort. Er lässt sich genealogisch gesichert bis auf Ulrich v. Buseck, Burgmann auf der Kalsmunt bei Wetzlar zurückverfolgen, welcher 1369 erstmals erwähnt wird.

Die Familie teilte sich in verschiedene Zweige auf. Neben dem Zweig ohne Beinamen gab es noch:
v. Buseck gen. Münch
v. Buseck gen. Brand
v. Buseck gen. Rüsser
eine Linie zu Eppelborn, abgezweigt von der Linie ohne Beinamen
Nachkommen in Amerika, aus der Linie ohne Beinamen
Aus der Linie ohne Beinamen zweigte sich kurzfristig eine kleine Linie mit dem Beinamen „zu Beuern“ ab.

Die Familie v. Buseck führt als Wappen einen schwarzen Widderkopf mit roter Zunge und Hörnern im goldenen Schild

Die Wappen der Familie von Buseck.

Bildquelle: Wappen derer v. Buseck = Siebmacher

Die Darstellung bei Siebmacher (s.o., Blatt 137) scheint die einzelnen Familienzweige derer v. Buseck mit Hilfe unterschiedlicher Darstellung des Widders zu unterscheiden. Dies hat sich bei einer Prüfung der bekannten Originalwappen und deren Träger nicht bestätigen lassen.

Die Publikationslage von Stammtafeln zur Familie v. Buseck ist dürftig.
Die ältesten veröffentlichten Tafeln finden sich bei Humbracht Tf. 205 und 206, sie stammen aus dem Jahr 1707 und bei Hattstein I Tf. 50-58 und II Tf. 53-74 erschienen 1729 – 1740.
Der Fuldaer Fürstabt Amand v. Buseck gilt als genealogisch stark interessiert. Er hat zahlreiche unpublizierte Angaben zur Familiengenealogie hinterlassen (Staatsarchiv Marburg). Bei genauerer Betrachtung stammen seine Angaben jedoch meist aus den Werken von Humbracht und Hattstein, nur zum Teil ergänzt durch die Kenntnis früher Urkundenbücher. Zur Erstellung der auf dieser HP publizierten Stammbäume wurden seine Angaben nicht herangezogen, da sie zum Teil ungesichert sind.
Im Gotha (Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser; A) findet man in den Bänden von 1855, 1857, 1898, 1910, 1940, 1957 (Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels, Bd. VI) und 1963 Angaben zur Ahnenreihe der v. Buseck.
Die Bände von 1855, 1910 und 1940 lagen uns bisher nicht vor.
Unveröffentlicht blieb die Stammtafel der Familie v. Buseck die Johannes Buseck, Goslar zusammengetragen hat. Diese Tafel wurde in den 1980er Jahren von ihm mehrfach überarbeitet und war für interessierte Personen bei ihm erhältlich.
Im Jahre 1999 wurden die Regesten zum Familienarchiv der Familie v. Buseck von dem Leiter des Staatsarchivs Darmstadt veröffentlicht. Dieses Archiv war wenige Jahre zuvor von seiner Besitzerin Adelheid v. Buseck an das Staatsarchiv abgegeben worden.
Im Anhang dieses Regestenwerkes finden sich Stammtafeln zur Familie v. Buseck und v. Trohe. Bei der Erstellung wurden die bereits veröffentlichten Stammtafeln außer Acht gelassen. Sie wurden speziell für die Familie v. Buseck nur auf der Grundlage von Urkunden erstellt. Alles was unsicher erschien wurde lieber weggelassen. So finden Sie manche Person, manche Ehe aus früheren Tafeln dort vergeblich.
Diese Tafeln von 1999 wurden damals innerhalb weniger Monate zusammengestellt. Inzwischen wurden sie teilweise beträchtlich erweitert. Ein wichtiges Kriterium für die Erstellung bleibt weiterhin die Belegbarkeit durch Urkunden und andere gesicherte Quellen. Hierzu zählen nicht die Stammtafeln bei Humbracht und Hattstein. Angaben aus jüngerer Zeit, für die wir noch keine Belege gefunden haben wurden von den Tafeln von Herrn Johannes Buseck übernommen. Diese Angaben wurden aber in der Schriftart Times New Roman geschrieben um sie von den, von uns zusammengetragenen Angaben zu unterscheiden.

Naturgemäß sind die nun hier veröffentlichten Stammtafeln noch immer unvollständig. Nie wird man alles Material, alle Belege zur Familie v. Buseck komplett zusammengetragen haben. Immer wird es auch Personen geben, deren Anschluss an den Stammbaum ungeklärt bleibt, insbesondere für die frühe Zeit.
Da die Arbeit an den Stammtafeln immer weitergehen wird, ist es geplant die Tafeln in unregelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Die einzelnen Tafeln sind daher mit ihrem Erstellungsdatum versehen, so kann bei Bedarf auch nur eine einzelne Tafel ausgetauscht werden.


Quellen:

Literatur:
J. Friedrich Battenberg (Bearbeiter): Archiv der Familie von Buseck und der Ganerbschaft Buseckertal (Bestände B 14 und F 28). Mit Stammtafeln von Elke Noppes, Darmstadt 2000
Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band II, Band 58 der Gesamtreihe, Limburg (Lahn) 1974
Damian Hartard von u. zu Hattstein: Die Hoheit des Teutschen Reichs-Adels Wodurch derselbe zur Chur- u. Fürstl. Dignitäten erhoben wird … Bd. 1, Fulda 1729
Damian Hartard von u. zu Hattstein: Die Hoheit des Teutschen Reichs-Adels Wodurch derselbe zur Chur- u. Fürstl. Dignitäten erhoben wird … Bd. 2, Fulda 1740
Johann Maximilian Humbracht: Die höchste Zierde Teutsch-Landes, Und Vortrefflichkeit des Teutschen Adels, Vorgestellt in der Reichs-Freyen Rheinischen Ritterschafft, Auch auß derselben entsprossenen und angränzenden Geschlechten, so auff hohen Stifftern auffgeschworen, oder vor 150. Jahren Löblicher Ritterschafft einverleibt gewesen, Stamm-Taffeln und Wapen.
Friedich Knoch, Franckfurt am May 1707.
Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605, hrsg. und mit einem Nachw. von Horst Appuhn , München 1989



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