Wilhelm Christoph v. Buseck
(PN 1021)

Familienübersicht auf 1c

Vater: Georg Philipp v. BuseckMutter: Margaretha v. Gilsa
Geboren: Getauft:
erwähnt: von 1654 bis
Verstorben: ohne Datum 1697 in Beuern 1KB BeuernBestattet:
Eheschließung:
Ehepartner: Sophie Juliane v. Hanxleben 2+ vor ihrem Mann; HStAD E 12 Nr. 16/1

Zur Person:

Juncker Wilhelm Christoph v. Buseck wird
1662 – als Obervorsteher von Beuern erwähnt
1665 – erstmals als Vierer der Ganerbschaft erwähnt
1676 – Ernennung zum Oberamtmann in Weilburg
1681 – als Fürstl. Hess. Obrist und Oberforstmeister; Wahl zum Obervorsteher der Ritterschaft
1691 – Rat und Oberamtmann zu Ulrichstein und Burg-Gemünden

Belege:

1651 August 14
Belehnung der Johann Philipp von Buseck genannt Mönch, Sohn des verstorbenen Kraft von Buseck genannt Mönch, und Rudolf Otto von Nordeck zu Rabenau, Sohn des verstorbenen Johann Winter von Nordeck zu Rabenau mit ein Drittel des Zehnten vor Neukirchen [Stadt, Schwalm-Eder-Kr.], wie diesen der Schwiegervater der 1503 Belehnten, Valentin von Merlau, zu Lehen getragen hatte. [Ehemals Lehen des Klosters Hersfeld]. Siegler Wilhelm Christoph von Buseck, Vetter der Belehnten
HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 9679

1652, Februar 21, Alten-Buseck
Wilhelm Christoph v. Buseck war  Pate bei Johann Christoffel v. Buseck [gen. Brand].
KB Alten-Buseck

1657-1659
Gemeinde Beuern ./. Wilhelm Christoph von Buseck: Ausübung des Einfahrtsrechts und des Rechts, Feldordungen ohne Zustimmung der Herrschaft machen zu dürfen
HStAD Bestand G 26 A Nr. 479/1

1657 Juli 14, Großen-Buseck
Ulrich Eberhard v. Buseck, fürstlich-hessischer Rat, Haupt-und Amtmann zu Gießen, Mitvierer und Ganerbe des Buseckertals, und Kraft Adam Mönch v. Buseck bekunden: Sie können auf dem dafür angesetzten Tag zur Aufnahme in die Ganerbschaft Buseckertal eidlich bezeugen, dass Wilhelm Christoph v. Buseck, Sohn des verstorbenen Georg Philipp, von seinen vier Ahnherren her zum Helm und Schild geboren ist. Die Beschwörung der Burgfriedensbriefe ist bis zur Erlangung der Volljährigkeit aufgeschoben worden.
HStAD in F 28 Nr. 131 Bl. 3 – 3v

1657 Juli 14, Großen-Buseck
Rudolf Otto und Johann Christoph v. Nordeck zur Rabenau bekunden: Sie können auf dem zur Aufnahme in die Ganerbschaft Buseckertal angesetzten Tag bezeugen, dass Wilhelm Christoph v. Buseck, Sohn des verstorbenen Georg Philipp v. Buseck, von Seiten seiner Mutter Margaretha v. Gilsa zu Roppenhausen edel und zum Helm und Schild geboren ist. Die Beschwörung der Burgfriedensbriefe wird bis zur Erlangung seiner Volljährigkeit aufgeschoben.
HStAD F 28 Nr. 131 Bl. 1 – 1v

1659 September 29
Ulrich Eberhard v. Buseck, Johann Philipp Mönch v. Buseck und Georg Konrad Brand v. Buseck, derzeitige Schultheiß und Vierer des Buseckertals, namens der Ganerbschaft des Buseckertals, bekunden: Sie haben ihrem Mitganerben Wilhelm Christoph v. Buseck und dessen Ehefrau Sophie Juliane v. Buseck geb. v. Hanxleben für eine Summe von von 1.000 Gulden Kaufgeld Frankfurter Währung, welchen Betrag letztere von ihrer mütterlichen Erbschaft im Land zu Braunschweig aufgewendet hatte, eine jährliche Gülte von 50 Gulden Frankfurter Währung, je Gulden zu 50 Batzen oder 60 Kreutzer, zahlbar jeweils an Michaelis nach Beuern oder Gießen und verwiesen auf ihre Bede zu Großen-Buseck und ihren Zehnten im Buseckertal, auf Wiederkauf verkauft. Mit dieser Summe sollen die 1.000 Gulden, die ihre verstorbenen Vorfahren Philipp und Melchior v. Trohe, Philipp Ulrich v. Buseck und Hans Hermann Mönch v. Buseck als die damaligen Vierer im Jahre 1574 wegen des am Reichskammergericht in Speyer schwebenden Prozesses von dem verstorbenen Mengos Holzapfel v. Vetzberg, Amtmann zu Gleiberg, aufgenommen haben, übernommen später den Nikolaus [von] Stumpertenrod, Rentmeister zu Gießen, abgelöst werden.
HStAD Bestand B 14 Nr. 163

1662-1664
Wilhelm Christoph von Buseck zu Beuern im Busecker Tal ./. Matthes Stein den Jüngeren: Forderung von einem Sechstel an Hellwig von Busecks Nachlaß im Namen seiner Frau als dessen natürlicher Tochter
HStAD Bestand E 12 Nr. 15/10

1662, Februar 23, Gießen
Nebenbemerkung an den Landkomptur des Deutschen Ordens in Marburg, ob er schon von dem Händel im Busecker Tal gehört hätte bei dem Junker Wilhelm Christoph v. Buseck der zu Beuern wohnt mit Junker Conrad v. Buseck zu Alten-Buseck wohnend gewesen, beym tournett in action kommen, worin einer diesen mit dreyen strichen dergestalt gestroffen, daß Jr Conradt vorgestern todts verfahren. Man habe zwar einen gefangen setzen wollen, doch hätte sich dieser zeitig aus dem Weg gemacht. Dieser sei jedoch so verwundet, dass an seiner restitution [Genesung] gezweifelt wird.
in HStAM Bestand 106 a Nr. 26b/117

1664 April 30, Fritzlar
Wilhelm Christoph von Buseck als Gatte der Sophie Juliane von Hanxleden bekennt sich zu den von ihrem Vater Friedrich Alban von Hanxleden auf ihn gekommenen Lehen.
HStAM Bestand Urk. 74 Nr. 1474

1664 April 30
Wilhelm Christoph von Buseck für seine Ehefrau Sophia Juliana, Tochter des verstorbenen Friedrich Alban von Hanxleden wird mit folgenden Stücken belehnt:
Die von den Brüdern Wilhelm und Konrad von Rodehausen heimgefallenen Lehen, nämlich:
1.) ein Viertel des Fischwassers zu Anraff [Ortsteil der Gem. Edertal, Lkr. Waldeck-Frankenberg];
2.) aus jedem Haus zu Anraff und Reinhardshausen [Stadtteil von Bad Wildungen, Lkr. Waldeck-Frankenberg] ein Leimes Rauchhafer;
3.) 33 Morgen Land zu Odershausen [Stadtteil von Bad Wildungen, Lkr. Waldeck-Frankenberg];
4.) ein Viertel des Zehnts zu Gershausen [Wüstung auf der Gemarkung Altenstädt, Stadt Naumburg, Lkr. Kassel];
5.) die Hälfte des Zehnts zu Fronhausen [Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Bad Wildungen, Lkr. Waldeck-Frankenberg] über Wildungen;
6.) der Zehnt zu Bobenhausen [Wüstung auf der Gemarkung Trockenerfurth, Stadt Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kr.] über Wildungen;
7.) die Hälfte des Zehnts zu Vortheim [Wüstung auf der Gemarkung der Gem. Bad Zwesten, Schwalm-Eder-Kr.] (Forchheim);
8.) zwei Hufen Land zu Wellen [Ortsteil der Gem. Edertal, Lkr. Waldeck-Frankenberg] auf dem Hain [Wüstung im Schwalm-Eder-Kr.] [?];
9.) eine Hufe Land auf der Hainer Mark [Wüstung im Schwalm-Eder-Kr.] [?];
10.) vier Morgen Land im Feld zu Züschen [Stadtteil von Fritzlar, Schwalm-Eder-Kr.];
11.) zwei Schillinge Hufengeld zu Braunau [Stadtteil von Bad Wildungen, Lkr. Waldeck-Frankenberg];
12.) ein Pfund Geld zu Wellen aus der Pfarrei;
13.) das Kirchenlehen zu Hüddingen [Stadtteil von Bad Wildungen, Lkr. Waldeck-Frankenberg]. [Ehemals Lehen des Kollegiatstifts St. Peter zu Fritzlar]
HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 6072

1665 Mai 24, Großen-Buseck
Wilhelm Christoph v. Buseck, Mitvierer und Ganerbe des Buseckertals, und Johann Philipp Mönch v. Buseck d.J., Rittmeister, bekunden: Sie können auf dem dafür angesetzten Tag zur Aufnahme in die Ganerbschaft Buseckertal eidlich bezeugen, dass Johann Philipp v. Buseck, Sohn des verst. Ulrich Eberhard, von seiner Mutter Anna Katharina v. Buseck geb. Mönch v. Buseck her edel, zum Helm und Schild geboren ist. Die Beschwörung der Burgfriedensbriefe soll bis zur Erlangung der Volljährigkeit aufgeschoben werden.
HStAD F 28 Nr. 131 Bl. 11 – 11v

1666 Juni 23, Großen-Buseck
Die Gevettern Wilhelm Christoph und Rudolf Eberhard v. Buseck, Vierer und Ganerben des Buseckertals, bekunden: Auf Bitten der Gebrüder Kraft Adam, Johann Philipp und Johann Melchior Mönch v. Buseck, den Söhnen des verstorbenen Johann Philipp d. Ä. Mönch v. Buseck, haben sie Zeugnis darüber abgelegt, dass diese seitens der vier Ahnherren ihres Vaters zum Helm und Schild geboren sind. Nachdem ihnen die alten und neuen Burgfrieden sowie die kaiserlichen Privilegienbestätigungen und Herkommen vorgelesen worden sind und sie den Eid darauf geleistet haben, sind sie in die Ganerbschaft aufgenommen worden.
HStAD in F 28 Nr. 57 Bl. 33 – 34

1669
Erteilung einer Kommission an die Beamten in Wildungen durch die Kanzlei in Korbach zur Vollstreckung des Urteils der juristischen Fakultät in Jena im Rechtsstreit der Ehefrau des Schultheißen Johann Henrich Hoffmeister gegen Johann Hugger als Hanxledischen Kurator und Christoph Wilhelm v. Buseck
HStAM Bestand 115/05 Nr. 2115

1672, Juni 11, Alten-Buseck
Wilhelm Christoph v. Buseck war  Pate bei Georg Ludwig v. Buseck gen. Brand
KB Alten-Buseck

1673 Dezember 18
Landgraf Ludwig VI. bekundet: Am 8. Februar 1673 hatte er seinen lehnsherrlichen Konsens dazu erteilt, dass sein adeliger Vasall Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck seinen Lehnshof zu Beuern im Buseckertal dem Wilhelm Christoph v. Buseck überlässt, derart, dass dieser letzterem lehnsweise überlassen werden kann. Er hat diesem daher den Hof samt näher umschriebenem Zubehör und Rechten zu einem Mannlehen verliehen, und zwar in der Art, wie es schon die näher benannten Vorfahren des Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck von den Landgrafen v. Hessen inne hatten.
in HStAD B 14 Nr. 279

1673 Dezember 18
Wilhelm Christoph v. Buseck bekundet: Landgraf Ludwig VI. hat ihm gem. dem darüber ausgestellten, in vollem Wortlaut mitgeteilten Lehnsbrief gleichen Datums einen Hof zu Beuern mit allem Zubehör zu einem Mannlehen verliehen, wie ihn bisher Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck inne gehabt hatte. Dafür hat er den Lehnseid geleistet.
HStAD B 14 Nr. 279, war A 5 Nr. 45/18

1676
Ernennung des Wilhelm Christoph v. Buseck zum Oberamtmann in Weilburg
HHStAW Bestand 152 Nr. 118

1679 Januar 18, Darmstadt
Lehenrevers des Rates und Oberkriegskommissars Wilhelm Christoph von Buseck für die inserierte Urkunde der Landgräfin-Regentin Elisabeth Dorothea von Hessen-Darmstadt: Landgräfin-Regentin Elisabeth Dorothea von Hessen-Darmstadt belehnt Wilhelm Christoph von Buseck mit dem Hof zu Beuern im Busecker Tal samt namentlich benanntem Zubehör.
HStAD Bestand B 14 Nr. 280, Urkunde war Bestand A 5 Nr. 45/19

1681
Wahl des Wilhelm Christoph von Buseck zu Beuern zum Obervorsteher der Ritterschaft an Stelle des verstorbenen Rabe Alhard von Dersch zu Viermünden
HStAM Bestand 17 d Nr. Generalia 98

1683, Dezember 23, Alten-Buseck
Wilhelm Christoph v. Buseck war  Pate bei Wilhelm Heinrich Adam Philips le Vozton
KB Alten-Buseck

1683 April 17, Laubach
Georg Adolf v. Rodenhausen als Bevollmächtigter des Bonifacius v. Buseck, Sohn des verstorbenen Ottmar, auch für Philipp Franz v. Buseck, Sohn des verstorbenen Konrad Philipp, Wilhelm Christoph, Sohn des verstorbenen Georg Philipp sowie Philipp Arnold und Volprecht Ludwig, Söhne des verstorbenen Hans Adam, bekundet, dass ihm Graf Johann Friedrich v. Solms gemäß inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums genannte Ländereien zu Röthges [Rödgen, Kr. Gießen] zu einem Mannlehen verliehen habe, nachdem diese Güter anstatt der Atzbacher Lehen aufgetragen worden waren
HStAD Bestand X 2 Nr. 516 = Fürstlich-solmsisches Archiv Laubach, Laubacher Urkunden Or. XIV/123

1683 Juli 07, Fritzlar
Revers des Wilhelm Christoph von Buseck mit Vollmacht zum Empfang des Lehens.
HStAM Bestand Urk. 74 Nr. 1477

1684
Korrespondenz zwischen der Regierung in Marburg und dem Obervorsteher Wilhelm Christoph von Buseck in Angelegenheiten des Stiftes Wetter (Abschriften)
HStAM Bestand 304 Nr. 8892

1684
Korrespondenz des Obervorstehers Wilhelm Christoph von Buseck mit dem Stiftsvogt Eberhorn in Wetter in Stiftsangelegenheiten
HStAM Bestand 304 Nr. 8948

1689
Kommission an die Kammerräte Philipp Helfrich Krebs und Wilhelm Christoph v. Buseck zur Prüfung der Forderung des ehemaligen Rittmeisters Georg Christoph v. Oppel
HStAD Bestand E 8 A Nr. 292/3

1690 Oktober 6
Wilhelm Christoph v. Buseck, Johann Friedrich Philippp Brand v. Buseck, Kraft Adam Mönch v. Buseck und Volprecht Ludwig v. Buseck bekunden: In der Streitsache zwischen den Vierern und Ganerben des Buseckertals einerseits und der Witwe und Söhne des verstorbenen Philipp Arnold v. Buseck um die Rezeption in die Ganerbschaft und andere [ungenannte] Streitpunkte erklären sie ausdrücklich im Rahmen eines Rezesses, dass sie sich an die geschworenen Burgfrieden, die kaiserlichen Privilegien und die Observanzen halten und sich zueinander halten wollen, auch keiner den anderen schädigen soll.
HStAD in F 28 Nr. 57 Bl. 69 – 69v

1690 Februar 19, Wetter
Wilhelm Christoph von Buseck, Hessischer Rat und Oberkriegskommissarius, auch Obervorsteher der Ritterschaft etc. etc. verleiht zu Erblehen dem Schulbedienten zu Leysa, Amt Battenberg, und Bürger zu Wetter Johann Hermann Geyß den halben großen Teich samt einem kleinen Behälter bei dem Lohrbronnen oben an des Stifts Wetter Lohrwiese, und mitten auf des Stifts Krautgarten stoßend.
HStAM Bestand Urk. 50 Nr. 901

1691 Juli 24/August 3
Wilhelm Christoph von Buseck Rat und Oberamtmann zu Ulrichstein und Burg-Gemünden
HStAD Bestand R 21 C 1 Nr. NACHWEIS, bezieht sich auf: XII Konv. 170 a (alt ? v. Rodenhausen), Fasz. 12

1691 Dezember 14, Fritzlar
Revers des Wilhelm Christoph von Buseck mit Vollmacht zum Empfang des Lehens.
HStAM Bestand Urk. 74 Nr. 1478

1697 ohne Datum
Wilhelm Christoph von Buseck verstirbt in Beuern
Kirchenbuch Beuern


Quellen:
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
HStAM = Hessisches Staatsarchiv Marburg
Kirchenbuch Alten-Buseck
Kirchenbuch Beuern
arcinsys.hessen.de

Literatur:
Hanno Müller – Philipp Lindenstruth: Familienbuch Beuern, Beuern 1998 Nr. 170


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    + vor ihrem Mann; HStAD E 12 Nr. 16/1
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