Rudolf Eberhard v. Buseck
(PN 1037)

Familienübersicht auf Tafel 1 aa

Vater: Johann Ottmar v. BuseckMutter: Maria Magdalena v. Rodenhausen
Geboren: 2. Juli 1634 in RödgenGetauft: 13. Juli 1634 in Rödgen
erwähnt:
Verstorben: 2. August 1681 in SalmünsterBestattet: 4. August 1681 in Salmünster
Eheschließung: 30. Mai 1679 zu Sommerau 1Ehevertrag im HStAD E 12 Nr. 15/9
Ehepartner: Maria Antonia Amalia v. Fechenbach

Zur Person:

Rudolf Eberhard diente im Heere des Königs von Spanien, wo er den Rang eines Rittmeisters bei den Fußtruppen inne hatte. 2Helmer
Der Ehevertrag von 1679 sieht vor, dass Rudolf Eberhard ihr 1.000 fl rheinischer Währung (jeden zu 30 alb oder 60 Kreuzer) als Dotem übergibt, zudem 200 fl gleicher Währung für Kleidung zuzubringen verspricht, welche bis zur endgültigen Begleichung mit 5 % verzinst werden.
Die Braut verspricht ihrem Bräutigam das sämtliche väterliche Allodialgut unter Verzicht auf die Lehen. Sollten ihre Brüder ohne Erben versterben käme auch das mütterliche Gut und sonstige Erbschaften hinzu.
Der Bräutigam verschreibt seiner Braut 2.00 fl Churfürstlich Mainzer Währung und nachfolgend geliste Lehen- und Allodialgüter:

  • das adel. Rittergut zu Rödgen im Busecker Tal, welches ca. 50 Achtel Frucht erträgt und 50 fl Wieß und Garten Zinß. Aus Holz und Mast ist anständig von der im Hof stehenden Ziegelhütte jährlich 30 fl. Da die beiden letzten Posten stark vorangetrieben werden können sie event. mehr erbringen
  • Zwei Teile des Zehnten zu Großen-Linden, bringt ca. 60 Achtel Frucht
  • die Scheidemühle, hat seither 42 Achtel Korn erbracht, 6 Rthlr Geld. Sie ist verlehnt für 34 Achtel Korn, 6 Rthlr, 4 fl für Mast und 6 Hähne
  • das Höfchen zu Oppershofen erträgt ca. 5 Achtel Korn
  • der Zehnte zu Webhersheimb (?) erträgt 4 Achtel Korn, 4 Achtel Hafer und 8 Schilling Geld
  • weitere (wohl gepachtete Güter aus dem Besitz der Freiherrn von Beymelberg (?), von Milchling und von Buseck gen. Münch) ertragen 125 Achtel Korn, 12 Malter Hafer, 32 fl Geld und 60 Stück Federvieh.

Belege:

Anno 1634 den 2 Julij
ist Junker Johann Ottmar von Buseck ein Söhnlein geboren und die solich 13. Julij getauft worden: Gevattern ist gewesen Eberhard Adolph von Rodenhausen u. die wohledle Jungfer Margaretha von Schwalbach   dicty Rudolph Eberhard
Eintrag im Kirchenbuch Rödgen

1638 Mai 20
Heinrich Reinhard v. Buseck, auch als Vormünder der minderjährigen Söhne seines verst. Bruders Johann Ottmar, nämlich Johann Burkhard, Konrad Philipp und Rudolf Eberhard sowie die Gebr. Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck, bekunden: Landgraf Georg II. habe ihnen versprochen, ihnen diejenigen Lehen, die sie und ihr Vetter Georg Philipp v. Buseck, landgräflich-hessischer Obristlieutenant, bisher von dem Gräflichen Haus Nassau-Saarbrücken inne hatten, und die im Pfandamt Hüttenberg, in Gleiberg und im Amt Gießen belegen sind, gegen Entrichtung der schuldigen Gebühr zu überlassen. Sie erteilen hiermit ihrem gen. Vetter Georg Philipp v. Buseck Vollmacht, diese Lehen auf dem angesetzten Lehnstag vom 23. Mai alten Kalenders für sie zu empfangen.
Siegler: Aussteller
HStAD B 14 Nr. 275: Ausf., Papier, hinten aufgdr. zwei Ringsignete mit Unterschriften der Aussteller 1 und 2; Urk. war HStAD, A 5 Nr. 45/14
Quelle Battenberg Nr. 422


1638 Mai 22
Georg Philipp v. Buseck bekundet: Landgraf Georg II. hat ihm, zugleich für seine Vettern Heinrich Reinhard v. Buseck, dieser auch als Vormund der Söhne seines verst. Bruders Johann Ottmar, namentlich Johann Burkhard, Konrad Philipp und Rudolf Eberhard v. Buseck, auch für die Gebr. Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck, gem. dem darüber erricheteten und in vollem Wortlaut mitgeteilten Lehnsbrief gleichen Datums verschiedene gen. Lehnsstücke aus dem Bereich des ehemals nassau-saarbrückenschen Amtes Gleiberg verliehen. Dafür hat er den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller
HStAD B 14 Nr. 278: Ausf., Perg., an Perg.-str. anhang. Sg. (Ringsiegel) in Holzkapsel gut erhalten; Unterschrift des Ausstellers. Urk. war HStAD, A 5 Nr. 45/17
Quelle: Battenberg Nr. 427


1644-1646
Rezeption der Gebrüder Philipp Konrad und Rudolf Eberhard , Söhnen des verst. Johann Ottmar v. Buseck, in die Ganerbschaft Buseckertal
HStAD F 28 Nr. 129

1656 Oktober 25
Rudolf Eberhard v. Buseck und Anselm Kasimir v. Buseck beschwören die Aufnahme in den Burgfrieden der Ganerbschaft Buseckertal gemäß den alten und neuen Burgfriedensbriefen.
HStAD in B 14 Nr. 65 Bl. 3: Vermerk auf Urk. von 1602 Dezember 6, mit Unterschriften
Quelle: Battenberg Nr. 446


1666 Juni 23, Großen-Buseck
Die Gevettern Wilhelm Christoph und Rudolf Eberhard v. Buseck, Vierer und Ganerben des Buseckertals, bekunden: Auf Bitten der Gebr. Kraft Adam, Johann Philipp und Johann Melchior Mönch v. Buseck, den Söhnen des verst. Johann Philipp d. Ä. Mönch v. Buseck, haben sie Zeugnis darüber abgelegt, dass diese seitens der vier Ahnherren ihres Vaters zum Helm und Schild geboren sind. Nachdem ihnen die alten und neuen Burgfrieden sowie die kaiserlichen Privilegienbestätigungen und Herkommen vorgelesen worden sind und sie den Eid darauf geleistet haben, sind sie in die Ganerbschaft aufgenommen worden.
Siegler: Aussteller
HStAD F 28 Nr. 57 Bl. 33 – 34: Abschrift, beglaubigt 1791, Papier
Quelle: Battenberg Nr. 464


1672 Mai 18
Klage des Eberhard, später sämtlicher v. Löw gegen den Rittmeister bzw. die Familie v. Frankenstein, dann der Gemeinde Ockstadt gegen sämtliche, Löws wegen der Besteuerung im Bauernstock des vom Deutschorden über die v. Löw gekommenen freiadeligen Gutes zu Ockstadt (drei Hufen) (einige Vorakten)
Darin: Johanna Katharina Löw v. Steinfurth, Witwe, vertauscht ca. 30 Morgen ehemals v. Rodenhausen’sche Grundstücke zu Oppershofen und ein Waldstück zu Krofdorf an ihren Vetter Rudolf Eberhard v. Buseck gegen dessen (1671 der Frau Felicitas Agnes Güntherin v. Bronnhausen, geb. Lesch v. Mühlheim abgekauftes, ehemals Rodenhausensches) halbes Hofgut zu Ockstadt (Akte Nr. 12), 1672 Mai 18 (Kopie)
HStAD F 1 Nr. 117/1

1672 Juni 25 Kassel
Landgräfin Hedwig Sophie von Hessen-Kassel belehnt die genannten Schencken zu Schweinsberg sowie den Vormund Rudolf Eberhard von Buseck.
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 558

1674
Kaufvertrag über die Scheidenmühle zu Großen-Buseck zwischen Rudolph Eberhard v. Buseck (Sohn des Joh. Ottmar) und Hans Schön
HStAD E 12 Nr. 15/14

1676 Februar 12 Schweinsberg
Rezess nach Abhörung der Bußergerichts- und Baurechnungen am 11. und 12. Februar 1676. Unterschriften: Johann Eberhard Schenck zu Schweinsberg, Georg Rudolf Schenck zu Schweinsberg, Krafft Reinhard Schenck zu Schweinsberg, R[udolf] E[berhard] von Buseck
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 277

1678 Januar 11
Moritz, Graf zu Solms-Hungen, belehnt die genannten Schencken zu Schweinsberg sowie den Vormund Rudolf Eberhard von Buseck.
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 818

1678 Juni 18 Hungen
Moritz, Graf zu Solms-Hungen, belehnt die genannten Schencken zu Schweinsberg sowie den Vormund Rudolf Eberhard von Buseck.
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 800

1679, Mai 13 Kassel
Landgraf Karl von Hessen-Kassel belehnt als ältester regierender Fürst des Hauses Hessen die genannten Schencken zu Schweinsberg sowie den Vormund Rudolf Eberhard von Buseck.
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 534

1679, Mai 30
Ehevertrag
HStAD E 12 Nr. 15/9

1679 Juli 18
Otto von Riedheim, Propst zu Petersberg, verkauft dem Rudolf Eberhard von Buseck alle in der Wetterau, namentlich zu Melbach, belegenen Zehnten.
HStAM Best. Urk. 77 Petersberg 1679 Juli 18

1679 Oktober 20 Braunfels
Heinrich [Trajectinus], Graf zu Solms-Braunfels, belehnt die genannten Schencken zu Schweinsberg sowie den Vormund Rudolf Eberhard von Buseck.
HStAM Best. Urk. 134 Nr. 801

posthum:
Die Vormünder der Tochter des Rittmeisters v. Buseck zu Rödgen, namentlich Bonifatius v. Buseck, Propst zu Sankt Johannesberg, und Georg Adolf v. Rodenhausen zu Daubergen ./. die Erben des Georg Wenzel Metzger, namentlich Konrad und Johann Eberhard Metzler: Bestand eines Erbleihrechtes
HStAD G 26 A Nr. 502/3  – Laufzeit 1683 – 89

1684
Witwe Maria Antonie Amalie v. Buseck ./. Joh. Ludwig v. Breidenbach: Schuldenforderung
HStAD E 12 Nr. 15/15


Quellen:

Literatur:
Wilhelm Helmer: Das Adelsgeschlecht von Buseck und seine Beziehungen zum Hochstift Fulda Teil 2, Buchenblätter 1, Freitag 6. Januar 1978, S. 4; Buchenblätter 11, Freitag 10. Mai 1985, S. 43-44


  • 1
    Ehevertrag im HStAD E 12 Nr. 15/9
  • 2
    Helmer
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