Senand v. Buseck
(PN 1100)

Familienübersicht auf Tafel Bruchstücke ältere Linie 1

Vater: N. v. BuseckMutter:
Geboren: Getauft:
erwähnt: von (1250) bis 1296
Verstorben: Bestattet:
Eheschließung:
Ehepartner: Pauline (v. Dernbach)
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt
Lysaerw. 1296
Mechthilderw. 1296
Tochteroo mit Erwin v. Kohnhausen
Osterlindiserw. 1321; oo Conrad v. Weitershausen
Gyselberterw. 1290
Johanneserw. 1290 – 1296
Senanderw. 1290 – 1310

Zur Person:

Senand v. Buseck war Ritter und Burgmann in Gießen. In seiner Funktion als Burgmann in Gießen wird er in Urkunden zum Teil auch nur Senand von Gießen genannt, oder taucht ohne Geschlechternamen auf. Während Senands Brüder in verschiedenen Urkunden erwähnt werden, sind seine Eltern nicht bekannt.

Belege:

1260
Macharius und Gottfried, Söhne des verstorbenen Ritters Macharius von Linden, überweisen ihrem Bruder Johann, Stiftsherrn zu Wetzlar, für sein ihnen überlassenes Erbteil zu Linden Güter zu Hochelheim. Die Zeugenreihe endet mit: Iohannes dictus Monachus milites, Godefridus de Linden, Eckehardus de Buchsecke, Sigenandus de Buchsecke castrenses in Giezen, Iohannes sculthetus de Giezen et Anselmus pater suus.
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 59
Kraft 329 N. 21


1260, Juni
Arnoldus canonicus ecclesie Wetflar. Giselbertus miles de Foidesberch, Ioh. et Heidenricus fratres fratres de Dernbach, Emicho de Wolveskeilen, Sigenandus de Gizen ceterique coheredes nostri verkaufen 1 Hufe zu Langengunsse, die Alberadis relicta Giselberti de Foidesperch als Wittum besitzt, nach deren Tode gegen 6 Mark an das Kloster zu Hainchen. Zeugen: Giselbertus decanus Wetflar, Ortho, Henricus de Calsmunt, Henricus fillius Richolfi, canonici Wetflar.; Ioh. senior de Dernbach, Eberwinus advocatus Wetflar., Wezelo de Garbenheym, Wernerus de Hattenrode, Adolfus de Huchelheim, Dimarus de Kalsmunt, Philippus de Linden, Conradus de Cleyn, milites; Richolfus filius Gerberti, Ludovicus quondam sculthetus, Richolfus de Brath, Conr[adus] de Dridorf, Wigandus ab Thuguriis, scabini Wetflariensis. Siegler: Stift und Stadt Wetzlar, Giselbert (von Vetzberg?) und Emicho. – Actum et datum Wetflarie 1260 mense iunio.
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 55
Kraft 329 N. 22


1261
Den 1261 auftretenden Ritter Segenandus, Mitbesitzer d. Burg Blankenstein, s. Hertius De feudis oblatis in dessen Commentat. atque opuscul. (1700) Tom. II 572, dass f. ed. Hombergk Vol. I Tom. II 402 (Reg.: Grotefend 66), identfiziert Bernhard Vorm. Beschaff. d. Buß. Thals S. 87 gewiß mit Unrecht mit d. Busecker Senand
Lindenstruth, MOHG NF 19/1911 S. 150


1262
Senand (ohne Geschlechtsnamen) „gen. v. Gießen“, Ritter, Mitzeuge d. Verzichts Friedr. Fleschemunts von Buseck (Es ist doch wohl ausgeschlossen, daß Fredericus dictus Fleschemunt de Bochesekke ein Ritter ist; Bus. bezeichnet gewiß nur seinen Wohnort.) zugunsten d. Deutschen Hauses zu Marb.; Brud.: Eckhard (II)
Kraft  I 186.

1263
einer d. Schuldbürgen Sophiens u. Lg. Heinrichs [I.] f. Erzb. Werner v. Mainz
Grotefend 76

1265
Senand Ritter, Burgmann in Gießen, er u. seine Fr. Pauline überlassen zu ihrem Seelenheil dem Kl. Arnsb. einige Güter in Launsbach; Brud.: Eckhard (II) (beurk. v. d. St. Gießen; S. siegelt mit)
Kraft 333 N. 28

1265
Senand (ohne Geschlechtsnamen) Ritter v. Gießen, Mitzeuge einer Schenkung Ritter Gerlachs v. Linden
Wyß I 215

1265, Jan.
Schultheiß Johannes, Burgmannen, Schöffen u. Gesamtheit der Bürger zu Gießen (Burgmann Sigenand v. Buseck, Ritter, u. Ehefrau Paulina)
HStAD A 3  Nr. 16/5

1265 Oktober 31
Landgraf Heinrich I. v. Hessen bekundet: Er hat dem Senand samt seinen Brüdern Erhard und Ruser [v. Buseck] versprochen, dass er gegen ihren Willen niemals am Gericht zu Buseck (Buseckertal) irgend etwas kaufen oder pfänden wolle. Auch will er zu keinen Zeiten sie behindern oder beschweren an ihrer Ehre oder an ihren Gütern. Er will auch niemanden von ihren Hintersassen außerhalb der Stadt zu einem Bürger zurückhalten:
Nos Heinricus Dei gracia lantgravius dominus Hassie notum facimus omnibus presens scriptum intuentibus, quod nos dominoa Sinando et fratribus suis dominoa Echardo et Rusero promittimusc bona fide, quod nos numquam ememus vel in vadio acquiremus* contra aliquem heredum pertinenciumd ad iudicium de Buchseckene sine voluntate ipsorum, et quod numquam impediemus eos vel gravabimus in honore ipsorum vel bona, in quaf actenusg pacifice sederunt, et quodh numquam retinebimus aliquem hominumi suorum ink burgensem extra civitatem. Datum anno Domini
…  sextol nonas Novembris. Et ne hoc ab aliquo successorum nostrorum possit violari, presentem paginam sigilli nostri munimine fecimus roborari.
HStAD B 14 Nr. 22
Druck: Lindenstruth, Urkunden, S. 181f. Nr. 2; Regest: Regesten der Landgrafen v. Hessen, S. 39 Nr. 102 (hier Ausführungen zum Datum)
Abschrift: HStAD B 14 Nr. 22: Abschrift und Übersetzung, in Urkunde von 1465 November 13
HStAD B 14 Nr. 237: Abschrift und Übersetzung, in Urkunde von 1465 November 13
HStAD B 14 Nr. 104 Bl. 20v – 21v: Abschrift und Übersetzung, in Urkunde von 1465 November 13, abschriftlich Druck: Lindenstruth, Urkunden, S. 181f. Nr. 2
Wettermann, Wetteravia illustrta, Beilagen S. 83: Vidimiert u. übersetzt v. Bertolt grave zu Hennenberg, Damme von Prumheym und Bernhart von Breidenbach, dhumherrn des dhumstiffts zu Mentze 1465 uff sante Briccius tag (Nov. 13). Buseckisches Arch. Perg. Siegel I u. II unversehrt, III am Rande etw. beschäd. anh. – Gedr. (a. d. Orig.?): Anzeig 82, Demonstration 196 (mit Weglassung d. Schlußsatzes von „Et ne hoc“ ab), E s t o r Miscella de iudiciis Hass. bei K u c h e n b e c k e r Anal. Hass. III (1730) S. 99 (nur bis „voluntate ipsorum“, mit Datum),
Gründliche demonstration, daß dem Fürstl. Hause Hessen in und über dem Buseckerthal die landesfürstliche hohe Obrigkeit …. compiret, S. 196
An die kaiserl. Majestät .. Supplication pro .. restituione in integrum … in Sachen Buseckerthaler eingesessener .. Reichs-Ritterschaft, Beil. S. 106 nr. 44b
Regest: Scriba Ii 45 Nr. 561
Regesten der Landgrafen v. Hessen, S. 39 Nr. 102 (hier Ausführungen zum Datum)
Battenberg Nr. 1


1266
Senand , Mitzeuge eines Verkaufs v. Gütern zu Oppenrod an Arnsb. durch Ritter Wiederold v. Michelbach
Baur: Arnsb. Ukb. 112, s. Anh. II Anm. 19

1267, April
Stiftsscholaster Rudolf vermacht seinen Weinberg zu Garbenheim dem Stift. Unter den Zeugen u. a.: Sigenando de Gizen
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 79

1272
Senand (ohne Geschlechtsnamen) Ritter „v. Gießen“, Mitzeuge  eines Verkaufs mehrerer Personen an d. Wetzlarer Bürger Konrad Reye u. Hermann Münzer
Wyß I 267

1272, Nov.
Verkauf einer Mühle in Selters mit Verpflichtung des Umbaues für eine Kornrente. Unter den Bürgen wird genannt: Senandus de Gizzin
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 100

1275 (76)
Senand (ohne Geschlechtsnamen) Ritter „v. Gießen“, überlässt mit Zustimmung seiner Fr. Pauline denselben zwei Wetzlarern seine Güter zu Lützel-Linden (die Städte Gieß. u. Wetzl. siegeln mit)
Wyß I 312

1275, März
Ego Senandus miles de Gyzen communicata manu Pauline uxoris mee contuli Conrado Reyen et Hermanno Monetario civibus Wetflariensibus, uxoribus ipsorum et heredibus omnia bona mea in Luzellinden. In cujus rei testimonium presentem litteram sigillorum appensione, mei videlicet, de Gyzen et de Wetflaria civium roboratam tradidi civibus supradictis.
Testes: Macharius de Linden, Adolfus de Hukelheim, Gernandus senior, Gernandus junior, Ruzerus, Eckehardus et Gernandus fratres [von Buseck], Warnerus Groppo, Conradus de Kinzenbach et Waltherus dictus Slvun, milites de Gyzen; item Theodericus Rufus, Eckehardus institor, Gerbertus quondam advocatus, Berno, Conradus et Henricus de Dridorf, Marcquardus de Nuueren, Gernandus Lye, Wigandus Ditthero et Henricus de Kazzenfurt, scabini Wetflarienses.
Actum et datum anno domini m°.cc°.lxxv°, mense marcio
die drei runden siegel beschädigt, auf dem ersten ein schräggestellter Schild, auf dessen linker Ecke ein Helm ruht; auf dem Schild anscheinend der Buseckische Widderkopf; Umschrift: S.’SI …DI.DE.BVCKESE… Auf dem zweiten ein Reiter, Schild und Pferdedecken mit Löwen geschmückt; Umschrift: ‚SIGILLVM.CIVITATIS.DE.GIEZEN.
HStAM Deutschordensbestand;

Wyss I, Nr. 312

1276
Senand Ritter [in Gießen], Mitzeuge u. Mitsiegler eines Verzichts Hermanns und Winthers v. Freusburg [b. Siegen] auf Güter zu Rockenberg u. sonst zugunsten Arnsburgs; Brud.: Eckhard (II)
Baur Arnsb. Ukb. 152. Zu Vroidesbrath = Freusburg s. Schenk zu Schweinsberg im Neujahrs-Bl. d. Ver. F. Gesch. u. Altert. zu Frankf. a. M. 1878 S. 1 (vgl. Baur Arnsb.
Ukb. 148) u. F. Philippi Siegener Ukb. I N. 28 u. 2


1276, Januar 22
Ritter Siegfried Frasz von Giessen verkauft dem deutschen Haus in Marburg seine Güter mit den Patronatsrechten zu Hassenhausenerwähnt werden im lateinischen Text: Eckard v. Buseck und Hartmann v. Buseck. Unter den Zeugen: Sygenandus de Buchesecke et frater ipsius dictus Ruzere, milites
HStAM Deutschordensbestand
Wyss I Nr. 321; Baur Arnsb. Ukb. I 321


1277 (78)
Senand (ohne Geschlechtsnamen) Ritter v. Gießen, Mitzeuge eines Verkauf Siegfrieds v. Hattenrod an d. Wetzlarer Konr. Reye
Baur Arnsb. Ukb. I 330

1277, März
Unter den Zeugen genannt: Senand, Eckehard und Ruzerus, milites de Gyezen
HStAM Deutschordensbestand
Wyss I Nr. 330


1281
Senand Ritter [v. Gießen], Mitsiegler d. Verzichts d. Kinder Gerlach Vogts v. Merlau
Quelle: W y ß I 395

1282
Senand Ritter, Mitzeuge einer Schenkung Gottfrieds v. Brauneck, Ludwigs v. Isenburg u. Gerlachs v. Breuberg an Arnsb.; Brud.: Eckhard (II)
Weller Hohenloh. Ukb. I N. 423

1282
Senand Ritter [in Gießen], Mitzeuge eines Verzichts Heidenrichs v. Elkerhausen zugunsten Arnsburgs; Brud.: Eckhard (II)
Baur Arnsb. Ukb. 193

1284
Senand (ohne Geschlechtsnamen) Ritter, Burgm. in Gießen, Mitzeuge eines weiteren Verkaufs Siegfrieds v. Hattenrod an Konr. Reye
Wyss I 430

1288
Senand (ohne Geschlechtsnamen) „v. Gießen.“, Mitzeuge einer Schenkung Ritter Dietrich Schutzspers an Arnsb.; Brüd.: Eckhard (II) u. Gernand
Wyss I 220

1290, (Juli 31)
Nos Gyselbertus de Derenbach. Heydenricus canonicus wetflariensis, Fridericus et Johannes filii mei, item Johannes miles de Voytisberg, Heydenricus, Gerhardus dictus Wolf, Gyselbertus, Johannes dictuis Rupus et Ludewicus clericus pastor ecclesie in Nuneren filii ipsius Jo. militis, Conegundis domina de Hachenberg et Ludewicus filius eius, Senandus de Gyezen et Paulina uxor sua, Gyselbertus, Johannes et Senandus filii eorundem – notum facimus, quod nichil iuris habuimus vel habemus in Godefrido de Gunse, qui quondam domino Anoldo de Derenbach, canonico wetflariensi, patruo nostro bone memorie, attinebat, quem idem Ar. commendatori et fratribus domus teutonice apud Frankenfurd vendidit et donauit. Siquid autem iuris competebat nobis seu competere uidebatur in ipsobhomine, illi omnino renunciauimus et in hiis scriptis plane, simipliciter et expresse renunciamus pro nobis et nostris heredibus vniueris, in predictos commendatorem et fratres ipsum ius totaliter transferentes, promittimus eciam bona fide, quod nunquam ipsos fratres super eo aliquaenus in posterum inpetemus.
In cuius rei testimonium et robur dedimus presentes litteras nobilis viri domini Heinrici comitis de Nassowe et cuium de Herberen necnon Gyselberti milites de Derenbach sigillorum munimine ad preces nostras et instantiam sigillatas.
Dat. apud Herberen a. d. M.CC.XC, in vig. b. Petri ad vincula-
(Die Siegel sind sehr beschädigt, das Dernbachische fehlt ganz) Orig.
Baur: Hessisches Urkundenbuch Nr. 267
Regest bei Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 161
Gyselbertus de Derenbach und seine Söhne Heydenricus canonicus Wetflariensis, Fridericus et Iohannes, ferner Iohannes miles de Voytisberg und seine Söhne Heydenricus, Gerhardus dictus Wolf, Gyselbertus, Iohannes dictus Rupus et Ludewicus Pastor zu Noveren, Cunegundis domina dicta de Hachenberg und Sohn Ludewicus, Senandus de Gyezen und Frau Paulina
nebst Söhnen Gyselbertus, Iohannes et Senandus verzichten auf ihr Anrecht an Godefridus de Gunse, der einst ihrem + Vatersbruder Arnoldus de Derenbach canonicus Wetflariensis gehörte und von diesem dem Deutschordenshause zu Sachsenhausen verkauft worden war. Siegler: Heinricus Graf von Nassau, die Bürger von Herberen, Ritter Giselbert von Dernbach. Datum apud Herberen a. d. 1290 in vig. b. Petri ad vincula.

1291
Senand Mitzeuge u. Mitbürge eines Verkaufs Ritter Werners v. Lützel-Linden an Arnsb.; Brud.: Eckhard (II)
Baur Arnsb. Ukb. 236

1291
Senand Ritter, Mitzeuge eines Versprechens Heinrich u. Konrad Glumpes betr. Entrichtung v. Gefällen an Arnsb.; Brud.: Eckhard (II)
Baur Arnsb. Ukb. 237

1294, April 13
Ankauf von Renten zu Langgöns von Ritter Giselbert Kalb von Gießen. Zeugen des Ankaufs waren u.a. Eckehardus de Bucheseke, Senandus frater suus
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943 Nr. 167

1296
Notum sit omnibus presentes litteras inspecturis, quod ego Sinandus, Miles de Giessin *indulgeo, concedo & libere permitto, quod Cysa & Methildis de Buchesecke, + sorores, que michi in Obmagio atinent, conparent duo maldra siliginis ad vite ipsarum tempora apud Monasterium de Arnsburg, de facultatibus rerum ipsarum. Successorum meorum contrdictione qualiber non abstante. In cuius rei restimonium (&c). Datum Anno .. MCCXCVI, menso Novembri
de Gudenus III 1183 u. Zu obmagium vgl. Du Cange Glossar. med. et inf. latin., ed. nov. VI 16

andere Erwähnung dieser Urkunde

1296, (Nov.)
Ritter Synand v. Gießen verspricht für Lysa und Mechthilde v. Buseck auf ihre Lebenszeit 2 Mltr. Korn an das Kl. Arnsburg zu entrichten.
Baur: Arnsburger Urkundenbuch Nr. 129
Scriba Nr. 862


1296, (27. Dezember)
Senand, Ritter von Gyzen gen. von Buchsecke, macht, mit Einwilligung Johannes und Senands seiner Söhne, und Conrads von W(e)itershusin und Erwin von Golnhusin, seiner Schwiegersöhne, eine Schenkung unter Lebenden an das Kloster Arnsburg, zu seinem, seiner verstorbenen Ehefrau Pauline und aller seiner Vorfahren Seelen Heil, über gewisse Güter in Launsbach gelegen, unter beigefügten Bedingungen.
Zeugen: Eckehardus et Gernandus fratres. Eberhardus de Huchelhein, milites et a. q. pi.
Baur: Arnsburger Urkundenbuch Nr. 275

1296, Januar 5
Ritter Heinrich Amunc von Elkerhausen bekundet seine letztwillig Verfügung, nach der seine Lehengüter seinen Söhnen Heidenrich und Konrad zu gleichen Teilen zufallen sollen, während er sich für seine Lebenszeit noch vorbehält, für seine Tocher Irmengard zu sorgen und bei etwaigen ihn betreffenden Notfällen die Güter in Anspruch zu nehmen, mit der weiteren Bestimmung, dass der Sohn, der etwa ein geistliches Einkommen (in dono spiritueali) von 20 Mark erwerben sollte, die Lehen dem anderen Bruder allein überlassen soll. Zeugen: Die Brüder Eckard, Senand und Gernand von Buseck, Herman der Sohn des Eckard von Buseck, Eberhard von Heuchelheim, Werner von Linden, Cuno Halber, alle Ritter in Gießen. Theoderich Pfarrer daselbst, Konrad von Elen (Cleen), Konrad von Morl, Rudolf von Düdelsheim, Heinrich Weiss, Hermann Halber, Burgritter von Friedberg. Senand der Sohn des Eckard (von Buseck) Knappe, Heinrich von Leun, Knappe, Gerlach Trawleiss (?), Ludwig Pistor, Eckard und Reinhard vor dem Tor, Schöffen in Giessen.
Siegler: 1. der Aussteller, 2. die Friedberger Burgmannschaft, 3. Senand Ritter von Buseck, 4. die Gemeinde Giessen.
2 Abschriften 18. Jh. nach einer Vorlage des 16. Jh. in Abt. 171 H. 1286 fol. 10b
Abschrift: HHStAW Abt. 170 :r 48 a – b


Quellen:
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
HHStAW = Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Literatur:
J. Friedrich Battenberg (Bearbeiter), Archiv der Familie von Buseck und der Ganerbschaft Buseckertal (Bestände B 14 und F 28). Darmstadt 2000
Ludwig Baur: Hessische Urkunden, Darmstadt 1862 ff.
Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau, Darmstadt 1849 ff.
Otto Grotefend, Felix Rosenfeld: Regesten der Landgrafen von Hessen, Marburg 1929
Valentin Ferdinand de Gudenus: Codex Diplomaticvs: Exhibens Anecdota Ab Anno DCCCLXXXI, Ad MCCC. Mogvntiaca, Ivs Germanicvm, Et S.R.I. Historiam Illvstrantia / Ex Latebris In Lvcem Protraxit Notasqve Addidit Valent. Ferd. De Gvdenvs, Immed. Ord. Eqvestris Imp. Camerae Imperialis Assessor. Goettingae; Francofurti; Lipsiae 1743–1768
Carl Knetsch: Goethes Ahnen, Leipzig 1908
Friedrich Kraft – Geschichte von Gießen und Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahr 1265, Darmstadt 1879
Walther Möller: Die Wappengruppe mit den Seeblättern; Mitteilungen der Hessischen Familiengeschichtlichen Vereinigung Bd. 4/1935
Heinrich Eduard Scriba: Regesten der bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes- und Ortsgeschichte des Großherzogtums Hessen. 5 Bände, Darmstadt 1847–1860
Meinhard Sponheimer: Urkundenbuch der Stadt Wetzlar II: 1214-1350, Marburg 1943
Arthur Wyss: Hessisches Urkundenbuch, Leipzig 1879 ff.


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