Ludwig v. Buseck gen. Brand
(PN 2007)

Familienübersicht auf Tafel 2 a

Vater: Eckhard v. Buseck gen. ZanburgMutter:
Geboren: Getauft:
erwähnt: von 1405 bis 1453
Verstorben: Bestattet:
Eheschließung:
Ehepartner:
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt
keine Kinder bekannt

Zur Person:

Ab den 1420er Jahren tauchen zwei Ludwig Brand v. Buseck zeitgleich auf. In dieser Situation stellt sich immer die Frage wie trennt man die Belege?
Hier wurden Ludwig Brand v. Buseck, Sohn des Eckhard und Bruder des Gernand, alle Belege zugeordnet die sich im Umfeld von Frankfurt bewegen. Sein Namensvetter erhielt die Belege, die vom Inhalt her im und um das Busecker Tal angesiedelt sind.
So ergibt sich derzeit ein Bild, wonach Ludwig Brand v. Buseck, Sohn des Eckhard und Bruder des Gernand, nicht an der Ganerbschaft beteiligt war – wie auch sein Bruder Gernand. Beide tauchen in den gemeinsamen Quellen der Ganerben nicht auf.
Während Ludwig Brand v. Buseck, Bruder des Wigand mit Bezug zum Busecker Tal und in der Ganerbschaft belegt ist.

Trotz aller Sorgfalt kann es sein, dass die eine oder andere Quelle falsch zugeordnet wurde!

Belege:

1405
Fehde Johanns zu Isenburg mit Ludwig von Buseck
ISG FFM

1405 Okt. 24 (Sabbato proximo ante beatroum Symonis ec Jude apostolorum)
Gernand von Buseck, Bruder Ludwigs von Buseck gen. Brand, bekundet, daß ihm Lg. Hermann alle Schulden und Schäden an Pferden und Harnisch, die er in seinem Dienst erlitten und von ihm gefordert hat, sowie alle Zehrungskosten bezahlt hat. – Sg. des Ausst. und seines Bruder.
HStAM: Das Schriftgut der landgräflich hessischen Kanzlei im Mittelalter (vor 1517) Teil 2, Rechnungen und Rechnungsbelege, Band 1; Nr. 598

1406
Fehde Rudolfs von Cleen mit Pfalzgraf Ludwig und mit Ludwig Brand von Buchseck
ISG FFM

1420 August 11
Ludwig Brand von Buchsecg, Henne von …, Henne von Spangenberg, Herman von Frangkefford sagen Reinhard von Hanau wegen Adolf von Ryffenberg und Conczichin Dorminges Fehde an.
HStAM Bestand Urk. 62 Nr. 381

1423
Corr. Frankfurts mit Stadt und Bistum Salzburg sowie mit Ludwig Brand von Buchseck, betr. Beraubung eines Messefremden von Salzburg
ISG FFM

1423
Corr. Frankfurts mit Ludwig Brand von Buchseck betr. einen Überfall bei Seligenstadt
ISG FFM

1435
Zwist Rudolf´s von Cleen mit Ludwig Brand von Buchseck und Verhandlungen Frankfurts darüber mit dem Pfalzgrafen Ludwig ( 1435 – 37)
ISG FFM

1442, Juli 2 (ipso die visitationis mariae virginis)
Der Ritter Gernand von Buseck, Eckards Sohn, verkauft dem Henn Brauer, wohnend in Großen-Linden, ein Stück Land im Dorf Hachenheim.
Ich gernand von bussecke, wepener, Eckartz son von bussecke, den man vor ziden nante zanburg, deme god genade, und lisse, sine eliche husfrauwe, bekennen beide in dissim offin briffe vor uns und alle unsir irbin und thum kunt allin erbir ludin, dy dissin geinwirtegin briff sehin, horin adir lessi, das wir mit vorbedachtim, wolberadim mude und mit wissen, wiln und virheingnisse lodewigis von bussecke, den man nennt brant, unsirs brudirs und swagirs, recht und redelich zu eime gantzen, stracken, festen, ewegin virkauffe und virkaufft han henne bruwir von grossinlindin, hebbelin, siner elichin husfrauwen, und iren irbin unsirn eigin hab, gelegin zu hachinheim in deme dorffe mit allir herschaff, friheid und zugehorde, de do dar in und zugehorint, es sy in dorffe adir in felde, nicht usgescheiden, mit allim rechtin, dis wer dar offe mit her bracht und gehait han da offe zu disser zit offe sitzet und wonet heintz molhart und uns da vone mit her alle jar gegebin und geandelagit hat zu pachte fonff achteil komß wetzflar massis umb eine somme geldis, dy sy uns gutlich, gentzlich und wol betzalt hant vor giffte dissis briffis und virtzihen wir dar off vor uns und alle unsir irbin eigentlich, gentzlich ewiclich und zu male, und geredin sy adir er irbin des zu werne nach leufftin und gewonheit des landis ane widderrede unsir, der unsir adir eins iclichin von unsirns wegin, ane alle gefferde und argeliste, und dissis vorgeschrebin virkauffis und virzygis zu beckentnisße han ich gernant vorbenant min ingesegil an dissin briff gehangen. So han ich lisse, sin husfrauwe, vor mich und alle mine irbin auch zu beckentnisße des virkauffs und virtzygis gebedin lodewigin von bussecke vorbenant, minen swager, das he sin ingesigel vor mich an dissin briff by mines huswirtis gernants ingesegil hait gehangin. Auch beckenne ich lodewig von busseck itzunt genant, das min brudir gernant und lisse, sin husfrauwe, dissin virkauff mit mime wissin, wiln und virhengnisse gedan hant und virtzihin auch dar off eigentlich, eweclich und zu male, und in woln ich adir min irbin nommer keyne anesprache adir forderunge dar ane han in keine wiß, wy man es hirdencken adir fonden mag und han des zu beckentnisße min ingesegil vor mich und myn irbin und umme miner wegin durch bidde wiln by mines brudir gernantz ingesegil an dissin briff gehangen.  – Die Siegel des Ludwig von Buseck und seines Bruders Gernand hängen der Urkunde an.
Braunfels Kloster Altenberg LV. 71; Druck: Hardt

1448
Dienstbrief des Ludwig Brant von Buchsecke, Edelknecht als Hauptmann (Dienstbriefe)
ISG FFM

1448 September 23
Der Notar Johannes ‚Wustinfelt‚ beglaubigt, daß 1448 September 23 im ‚spielhuse‚ der Stadt vor ihm und den gen. Zeugen Herr Friedrich, Probst des Benediktinerkl. Naumburg, und Heinrich v. Michelbach, Probst des Prämonstratenserkloster Ilbenstadt, mit ihren jeweiligen Freunden standen und die in Klärung etlicher länger anhaltender Streitigkeiten beiderseits ergangenen Beschuldigungen verlesen wurden. Der Abt von Ilbenstadt bat dann, daß in Gegenwart von Schultheiß und ‚hußgenossen‚ von Erbstadt der Streit geschlichtet werde durch Änderung des letzten Artikels der Beschuldigung des Abtes von Naumburg, in der es hieß: das Kl. Naumburg habe seit alters eine Schäferei in Erbstadt, auf die die dortigen Einwohner ihre Schafe treiben und der Abt von Ilbenstadt 50 Schafe von einem eigenen Hirten dort hüten lassen dürfe. Der Abt zu Ilbenstadt hielte dort aber aus eigener Gewalt und ohne Recht eine ‚eigen folle scheiffery‚. Lt. Inhalt des dann verlesenen, bereits gefällten Schiedsspruchs, sollte der Abt von Ilbenstadt seine Schäferei weiterhin ungehindert behalten. Über die darauf mündlich ergangene Rede und Gegenrede, die im Namen der beiden Konvente ergingen, sollte der A gemäß der durch den Probst Heinrich von Ilbenstadt vorgebrachten Bitte zwei offene Instrumente fertigen.
Zeugen: Johann Krebßer von Gelnhausen (Geilnhusen), Pfarrer des Deutschen Ordens in Wöllstadt (Wolnstadt), Ludwig Brand v. Buseck (Buchsecke)1Siegel erhalten: Umschrift: unk.; Bild: Vollwappen: nach links gestellter Widderkopf. – Wappensiegel (IV C), rund, Durchmesser ca. 26 mm, Wachs, naturfarben; anhängend an Pergamentstreifen. – schlechter Zustand., Wiegant v. Carben d. J., Eberhard Löw v. Steinfurth, Wilhelm Wais v. Fauerbach (Weise von Furbach) d. A.; Henne v. Büches (Buchiß), Amtmann zu Assenheim
HStAD Bestand B 6 Nr. 152; Regest nach arcinsys.hessen.de

1449, ca.
Der Hauptmann Ludwig Brant von Buchsecke und genannte Frankfurter Diener erklären, daß sie nicht gewußt, daß der gehängte Merkelheinz im Diensten Frankfurts stand (Reichssache, Nachträge)
ISG FFM

1449 Juni 7
Heinz Berschen und seine Frau Katharina, gesessen zu Offenbach, übernehmen von Siegfried Folcker und seiner Frau Gude sowie Peter gen. Fischer und seiner Frau Eise, Bürger zu Frankfurt, Güter in dem Oberfeld in Pacht. Zeugen: Henne Fecher, Schultheiß, Henn Lauper, Henn Ax, Henn Muller, Henne Apt, Jeckel Kosel, Hennchen Künzmann, Heinz Konrad, alle Schöffen zu Offenbach; Peter Gast, Kunz Ulm, Heinz Kopp, Henne Smit, Henne Zentgraf, Henne Hermann, Henne Schneider, Schultheiß und Schöffen des Gerichts Bürgel. Es siegelt der Edelknecht Ludwig Brand v. Buseck.
HStAD Bestand X 4 Nr. 1936; Regest nach arcinsys.hessen.de

1449 November 20
Dienstentlassungsschreiben des im Dienst erkrankten Dieners Jorge Bronckeler, den man nennt Hauwenschilt
Siegel des Ludwig Brand von Buchsecke, Hauptmann zu Frankfurt hängt an.
ISG FFM Bestand H.02.26 Nr. 1983; Regest nach arcinsys.hessen.de

1453 Dezember 15, Schloss Rodheim
Johann Spieß von Grünberg, kaiserlicher Notar, bekundet, dass an diesem Tag im gemeinen Haus des Schlosses Rodheim der Junker Heinrich Hase im Beisein Graf Philipps v. Hanau, Werners v. Eppstein-Münzenberg und Walthers v. Eppstein-Breuberg und unter Verlesung des mit Urkunde von 1453 November 17 vidimierten Anlassbriefs von 1453 März 3 und des Spruchbriefs von 1453 November 10 durch Johann Frund von Ortenberg vorgebracht habe, dass die Eppsteiner und Hanauer sich auf die Grafen von Solms als Obmänner verwillkürt, die dann zwischen beiden Parteien Recht gesprochen hätten. Darauf hätten die Eppsteiner knieend vor den Heiligen (im einzelnen beschrieben) geschworen, dass die Hanauer die Gerichte Haßlau und Schlüchtern innehaben. Das gleiche schworen zum Schilde geborene Eideshelfer, namentlich Ritter Karl v. Lüder, Simon v. Schlitz gen. v. Görtz, Erkwin v. Schenkwald, Ludwig Brand v. Buseck, Emmerich v. Hoch-Weisel und Henne der Jüngere v. Kolnhausen – Zezgen: Guntram Schenk zu Schweinsberg, Richard v. Vilbel, Gottfried v. Harsch, Henne v. Büches, Sibold Löw (v. Steinfurth) , Krieg v. Görtz, Philipp v. Katzenelnbogen, Philipp v. Hattstein, Emmerich v. Reifenberg, Sohn des verstorbenen Gottfried, Henne v. Kleen, Philipp v. Hohenstein und Johann Hane, Schöffen zu Frankfurt
HStAD F 25 B Nr. 1 S. 255-265


Quellen:
arcinsys.hessen.de
HHStAW = Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
ISG FFM = Institut für Stadtgeschichte Karmeliterkloster, Frankfurt am Main

Literatur:
Albert Hardt, Urkundenbuch der Klöster Altenberg (Lahn-Dill-Kreis, Dorlar (Lahn-Dill-Kreis), Retters (Main-Taunus-Kreis), Niederbreitbach-Wolfenacker 2000


  • 1
    Siegel erhalten: Umschrift: unk.; Bild: Vollwappen: nach links gestellter Widderkopf. – Wappensiegel (IV C), rund, Durchmesser ca. 26 mm, Wachs, naturfarben; anhängend an Pergamentstreifen. – schlechter Zustand.
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