Eckhard v. Buseck gen. Brand
(PN 2011)

Familienübersicht auf Tafel 2 a

Vater: Ludwig v. Buseck gen. BrandMutter: N. v. Glauburg, Tochter des Siegfried v. Glauburg und der Luckel v. Altenstadt
Geboren: Getauft:
erwähnt: von 1452 bis 1501
Verstorben: Bestattet: begraben im Kloster Marienschloss
Eheschließung:
Ehepartner:
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt

Zur Person:

Belege:

1452 März 7 (Feria tercia post Reminiscere)
Luckel v. Altenstadt, Witwe des Siegfried v. Glauburg, Eckhard Brand v. Buseck, Sohn Ludwigs, und Gele v. Glauburg, Tochter Siegfrieds d. J. v. Glauburg, beide Enkel der Luckel, bekunden, dass sie der Christine Mynner, Witwe des Hert Weiß, für 60 Gulten Frankfurter Währung Ihren Anteil am Zehnten im Roder Gericht zu Nieder-Wöllstadt verkauft haben, der im ersten Jahr sechs Achtel Korn, im zweiten sechs Achtel Hafer bringt und im dritten brachliegt; desgleichen eine jährliche Gülte von einem Pfund Heller, einem Achtel Hafer und einem Huhn daraus
Es siegeln: Heinrich Kremer, Pfarrer zu Cleeberg für Aussteller 1, Ludwig Brand für Aussteller 2 und Wigand v. Karben für Aussteller 3
HStAD B 9 Nr. 586

1452, Mai 17
Lodewigk Brandt von Buchsecke verkauft mit Vollmacht seiner Schwiegermutter, seines Sohnes Eckart und Gilchins, der Tochter des + Sifrit von Glauburg des Jungen (die Vollmacht wird vor dem Gericht Bonmese verlesen), folgende Güter und Gülten an den Frankfurter Schöffen Walther von Swarczenberg den Alten: 1. Die molewiese zu Bonemese hinter dem Schloß und das „pleckelgen“ gegenüber dem Weg; die Wiese liegt an der Wiese, die der Burggraf innehat und umfaßt ca. 9 oder 10 Morgen. 2. 2 Pfund Heller, 4 Gänse und 4 Hühner Zins in dem Schloß zu Bonemese auf Hof, Haus, Scheuer und Stall, die + Vlrich Wurdt innehatte und derzeit Henne Reynhart zu Bonemese. 3. 29 Schilling Heller im Gericht zu Bonemese auf dem Berg, die derzeit Contze Becker und seine Mitgesellen entrichten. Diese Zinsen hatte vormals + Sifrit von Glauburg der Alte innegehabt. Alle Güter und Gülten sind unbelastet, außer einem Leibgeding von 10 Gulden an Lyse Hoczfelt auf der Wiese und den 29 Schilling. 4. 2 Pfund Heller weniger 1 Schilling zu Fielwil auf einem Weingarten, den Heincze Hirczog und seine Gesellen innehaben. Der Kaufpreis wird nicht genannt. Eckart von Buchsecke, der Sohn des A., stimmt zu.
A. (leicht beschädigt), Henne von Buchsecke der Junge, Amtmann zu Bonemese (gut erhalten).
Institut für Stadtgeschichte Karmeliterkloster, Frankfurt am Main:  Holzhausen Urkunden 466

1473, Mai 6
Die Gebr. Eckhard und Henne Brand v. Buseck bekunden: Ihr verst. Vater [Ludwig] ist dem Heinz Hanze und dessen Ehefrau Kunzel ein Betrag von 100 Gulden schuldig geworden. Sie haben ihnen deshalb alle ihre Pachtzinsen, die ihnen von ihren Hofreiten zu Alten-Buseck eingehen, sowie eine jährliche Gülte von 5 Gulden, die ihnen jeweils am 24. Juni (Johann Baptist) vom Kloster Arnsburg eingeht, verpfändet. Im Falle, daß die Gläubiger an der Einnahme gehindert werden sollten, sollen sie auf andere ihrer Güter im Buseckertal Zugriff nehmen können.
Siegler: Aussteller
HStAD A 3 Nr. 7/23 = B 14 Nr. 228

1474, Jan. 19
Graf Ludwig v. Isenburg-Büdingen bekundet: Er hat dem Eckhard Brand v. Buseck, zugleich für dessen Bruder Henne sieben Huben aus dem Zehnten zu Großen-Buseck sowie diejenigen Lehen, die die verst. Hermann und Friedrich v. Buseck hinterlassen haben, zu einem Mannlehen verliehen. Die letzteren bestanden aus einem Viertel an dem Zehnten zu Großen-Buseck und dem halben Dorfzehnten, dem Zehnten aus einem Viertel zu Reiskirchen (Richolffskirchen), dem Hauzehnten und dem kleinen Zehnten zu Burkhardsfelden, einem Teil am Zehnten zu Romsdorf (wüst) sowie 15 Turnos auf dem Neuen Weg zu Gießen.
Siegler: Aussteller
HStAD A 5 Nr. 46/4 = B 14 Nr. 285

1475, Nov. 16
Eckart Brand (Brant) von Buseck reversiert sich für sich und seine Bruder Johann Brand gegen Philipp von Eppstein, Herrn zu Königstein, gemäß dessen eingerücktem Lehnbrief d.d. donrstag noch St. Martins dage, 1475 über Belenung 1. mit dem Burgsitz zu Grüningen; 2. mit der Hälfte der 8 ½ Gulden, die Ludwig, ihr + Vater jährlich zu Martini auf die Bede zu Grüningen hatte, beides zu Burglehen; 3. mit dem ½ Zehnten zu „Phalnszeym“ zu Mannlehen.
gegeben wie oben.
Ausf. Perg. Reste des anhängenden Siegels der Ausst.
HHStAW Abt. 121 v. Buseck

1477, Okt. 8
Die Gebr. Johann und Eckhard Brand v. Buseck bekunden: Landgraf Heinrich III. hat ihnen gem. inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums ihren Teil an der Ganerbschaft im Buseckertal zu einem rechten Mannlehen verliehen. Dafür haben sie den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller
HStAD A 5 Nr. 46/5 = B 14 Nr. 286

1487 September 22
Eckart Brandt von Buchseck und Wigand von Cleeberg, Schöffen zu Limburg und bevollmächtigte Testamentare des + „Cleseghin“ von Cleeberg, verkaufen von der Urkunde des Abtes und Konventes des Klosters Rommersdorf über 500 rheinische Gulden Hauptsumme und 20 Gulden Jahrgülte, die nach dem Tode jenes „Cleseghin“ testamentshalber an die Aussteller gekommen ist und woran die Hälfte jenem Verstorbenen zustand und die andere Hälfte dem Friedrich von Rodenroth („-rodde“), Schöffe zu Limburg, dessen Frau Katherinchen und deren Erben zusteht, jene ihnen von dem Testator zukommende Hälfte Herrn Johann von Driedorf, Pfarrer und Kanoniker im St. Georgenstift zu Limburg, und Herrn Gerhart Hubelinck, Kanoniker daselbst, für 200 rheinische Gulden, die diese ihnen bezahlt haben. Die restlichen 50 Gulden der halben Hauptsumme haben sie den Käufern testamentsweise ausgesetzt. Sie geloben, die Käufer und ihre Nachfolger in den 2 Kanonien und Pfründen („probenden“) nicht an dem halben Anteil der Urkunde zu hindern, und erklären sich bereit, nötigenfalls eine bessere Verschreibung oder Urkunde darüber auszustellen. – Siegel der Aussteller. Ausfertigung, Pergament mit beiden versehrten Siegeln: 1. Durchmesser 2,1 cm, im Siegelfeld ein Schild mit Widderkopf, Umschrift: (…) „kairt br“ (…). 2. Durchmesser 2,4 cm, im Siegelfeld ein Schild, der einen Balken und darunter ein Kleeblatt zeigt, Umschrift: („s(igel)) wigant van cleb“ (…).
HHStAW Abt. 40 Nr. U 979; Regest nach arcinsys.hessen.de

1490 Januar 12
Landgraf Wilhelm III. v. Hessen bekundet: Die Gebr. Eckhard und Johann Brand v. Buseck haben etliche ihrer Eigengüter, nämlich die Burg zu Alten-Buseck mit Zubehörgut, die jährlich drei Gulden zinsen, sowie den Hof zu Beuern mit Zubehör, die jährlich zwei Gulden einen Ort zinsen, dem Landgrafen zu Lehen aufgetragen. Er hat ihnen daher diese Güter zu einem rechten Mannlehen wieder verliehen.
Wir Wilhelm von Gottis gnaden lantgrave zu Hessen .. bekennen..: So als uns unser lieben getruen Eckart und Johan von Buchsecke gnant Brende gebrudere etlich ire eygen gut, nemlich die burg zu Alten Buchsecke mit ackern, wiesen, garthen und irer zcugehorung, das jerlichs zinset drie gulden, und darzu den hoiff zu Buren mit siner zugehorunge, welden, holtz und margken, rentet jerlichs zwene gulden und eynen ort, ufgelaissen, ufgegeben und zu eygen gemacht han, solichs widder von uns und unsern erben zu lehin entphaen und tragen, das wir solichen guten willen der gnanten Egkarts und Johans gebruder angesehin und ine und iren erben die gnante burg unnd hoiffe mit aller zugehorunge und gerechtigkeit zu rechtem manlehin iren libeslehinserben geluwen haben, und lyhen ine solichesz geynwortiglich ….. Des zu urkunde haben wir .. unser ingesiegel an diessen brieff thun hencken, der gegeben ist uff Dinstag nach der heiligen drier konige tage anno Domini millesimo quadringentesimo nonogesimo.
HStAD E 14 G Nr. 2/1 Bl. 63v: Gleichz. Abschrift, Perg., in Lehnsbuch des Landgrafen Wilhelm III.; Revers: HStAM Hess. Aktivlehen, v. Buseck, 2 Alten-Buseck (mit 2 angehängten Siegeln)
Druck: Lindenstruth, Urkunden, S. 235 Nr. 68

1498, Nov. 12
Eckart Brant v. Buseck quittiert für sich und seinen Bruder dem Herrn v. Königstein und Eppstein über die auf Rat und Bürgermeister zu Grüningen verwiesene Hälfte ihre 8 ½  fl. betragenden Burglehens.
Pfarrarchiv Grüningen Urk. Nr. 28

1498, Dez. 20
Johann Brand v. Buseck bekundet: Eberhard v. Eppstein-Königstein hat ihm und seinem Bruder Eckhard gem. inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums einen Burgseß samt einer Gülte von 8 ½ Gulden auf der Vogtei zu Grüningen zu einem Burglehen sowie den halben Zehnten zu Pohlheim zu einem Mannlehen verliehen. Darauf hat er den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller
HStAD A 5 Nr. 46/6 = B 14 Nr. 28

1501, Mai 28
Landgraf Wilhelm II. v. Hessen bekundet: Er hat nach dem Tod seines Vetters Landgraf Wilhelm III. v. Hessen den Gebr. Eckhard und Johann Brand v. Buseck die Burg zu Alten-Buseck mit allem Zubehör samt einem Hof zu Beuern mit einem Ertrag von jährlich 2 Gulden aus dem dortigen Holz und der Mark zu einem Mannlehen verliehen.
Siegler: Aussteller
HStAD A 5 Nr. 46/7 = B 14 Nr. 288

1501 Mai 28
Revers: Wir mit namen Eckart unnd Johann vonn Buchseck genannt die Brande gebruder thun kunth unnd bekenne offentlich …
HStAM Hess. Aktivlehen, v. Buseck, 2 Alten-Buseck


Quellen:

Literatur:


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