Johann Reinhard v. Buseck gen. Brand
(PN 2027)

Familienübersicht auf Tafel 2 c

Vater: Johann Friedrich Philipp Eitel v. BuseckMutter: Sophia Catharina v. Breidenbach gen. Breitenstein
Geboren: Getauft: 21. September 1675
erwähnt:
Verstorben: Bestattet: 23. März 1735 in Großen-Buseck 1ist in der Großen-Busecker Kirche nebem dem Altar zum Mannchor hin bestattet worden. s. FB GBu Nr. 123
Eheschließung:
Ehepartner:
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt

Zur Person:

Titel: Hauptmann

Bereits im Jahre 1734 hat sich Joh. Reinhard um seine Bestattung gekümmert. Im Frühjahr dieses Jahres fragt er in Großen-Buseck an, ob er nicht in der dortigen Kirche bestattet werden kann. Die Anfrage wird am 4. Mai 1734 gegen eine Zahlung von 10 Gulden gestattet. Als Grund ist seine Zugehörigkeit zur Ganerbschaft und sein Erbbegräbniss in Alten-Buseck angegeben, wobei das Erbbegräbnis mit Leichen überfüllt sein solle. Dies war wohl auch sein Grund für den Bestattungswunsch in Großen-Buseck. Nachdem Johann Reinhard im Juni 1734 die gewünschten 10 Gulden in Frankfurter Währung gezahlt hatte stand seiner Grablegung nichts mehr im Wege. Es wurde die letzte Adelsbestattung in der Großen-Busecker Kirche.

Belege:

1696 April 28
Kraft Adam Mönch v. Buseck und Volprecht Ludwig v. Buseck, Schultheiß, Vierer und Ganerben des Buseckertals, bekunden: Auf Bitten der Gebrüder Georg Ludwig, Friedrich Philipp Moritz, Johann Reinhard, Johann Balthasar Ludwig und Wilhelm Philipp Ludwig Brand v. Buseck, Söhnen des verstorbenen Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck, haben sie bestätigt, dass diese seitens der vier Ahnherren ihres Vaters zum Schild und Helm edel geboten sind. Da sie über achtzehn Jahre alt sind und deshalb volljährig geworden sind, außerdem die Burgfrieden, kaiserlichen Privilegien und die Herkommen beschworen haben, sind sie in die Ganerbschaft des Buseckertals aufgenommen worden.
HStAD F 28 Nr. 57 Bl. 35 – 36
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1696 April 28
Die Gebrüder Friedrich Philipp Moritz, Johann Reinhard und Johann Balthasar Ludwig Brand v. Buseck beschwören die Aufnahme in den Burgfrieden der Ganerbschaft Buseckertal gemäß den alten und neuen Burgfriedensbriefen.
HStAD B 14 Nr. 65
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1697 Mai 21, Festung Gießen
Landgraf Ernst Ludwig v. Hessen bekundet: Er hat nach dem Ableben des Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck dessen hinterlassenen sechs Söhnen, namentlich Georg Ludwig, Friedrich Philipp Moritz, Johann Reinhard, Johann Balthasar, Wilhelm Philipp und Johann Eitel Brand v. Buseck, die Burg zu Alten-Buseck mit allem Zubehör, wie es zuletzt gem. Lehnsbrief von 1679 Oktober 16 Johann Friedrich Philipp Brand v. Buseck inne hatte, zu einem Mannlehen verliehen.
in: HStAD B 14 Nr. 289
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1697 Mai 21, Gießen
Dr. iur.utr. Simon Niklas Orth, advocatus ordinarius und bestellter Syndikus der Stadt Gießen, bekundet: Er hat in Vollmacht der Gebrüder Georg Ludwig Friedrich Philipp Moritz, Johann Reinhard, Johann Balthasar, Wilhelm Balthasar, Wilhelm Philipp und Johann Eitel Brand v. Buseck von Landgraf Ernst Ludwig v. Hessen gem. inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums die Burg zu Alten-Buseck zu einem Mannlehen erhalten. Er verspricht, sich an diesen Lehnsbrief halten zu wollen, wie er durch seinen Eid bekräftigt.
HStAD B 14 Nr. 289
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1699, Juli 8
Pate bei der Taufe von Johann Friedrich Ludwig Moritz v. Buseck

1706 Mai 14, Wien
Kaiser Joseph [I.] bekundet: Bonifacius, Volprecht Ludwig, Wilhelm Moritz, Georg Friedrich Kraft, Friedrich Ludwig, Georg Ludwig, Friedrich [Philipp] Moritz, Johann Reinhard, Johann Balthasar [Ludwig], Johann Philipp, Johann Eitel, Ernst, Christian Ludwig und Johann Christoph, sämtlich Ganerben v. Buseck [und v. Trohe], haben um eine Erneuerung des vom Reiche zu Lehen gehenden Buseckertals gebeten, wie es vorher von dem verstorbenen Kaiser Leopold I. verliehen worden ist. Auf diese Bitte hin hat er das gen. Lehen erneuert. Daraufhin hat Wilhelm Moritz Mönch v. Buseck namens der übrigen Ganerben den Lehnseid geleistet. – Kanzleivermerk: Ad mandatum Sacrae Caesareae Maiestatis proprium C. F. Consbruck
HStAD Bestand B 14 Nr. 120

1706 November 9, Großen-Buseck
Die sämtlichen Vierer und Ganerben des Geschlechts v. Buseck im Buseckertal, namentlich Volprecht Ludwig und Georg Friedrich Kraft v. Buseck, Reinhard Ludwig, Georg Ludwig, Friedrich [Philipp] Moritz, Johann Reinhard und Johann Eitel Brand v. Buseck, bekunden: Sie sind dem Christoph Johann v. Friesenhausen, Erbherrn zu Maspeck, Assessor des Reichskammergerichts, sowie dessen Ehefrau Maria Eva geb. Sturmfeder v. Oppenweiler eine Summe von 1.000 Reichstalern, je zu 45 alten Albus in 8 Pfennigen oder 90 Kreuzern gerechnet, schuldig geworden, die ihnen als Darlehen gegeben worden ist. Sie versprechen einen fünfprozentigen jährlichen Zins und verpfänden für das Darlehen den Samtzehnten in den 9 Dorfschaften des Buseckertals, der jährlich über 100 Achtel Frucht einbringt. Im Falle dass dieser nicht ausrecht, soll der Bedhafer der buseckischen Untertanen in einer Höhe von 500 Achteln verpfändet sein.
HStAD B 14 Nr. 66
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1717 Dezember 24, Wien
Kaiser Karl VI. bekundet: [Franz] Wilhelm Moritz, Friedrich Ludwig, Georg Ludwig, Amandus, Friedrich Philipp, Johann Reinhard, Johann Eitel, Ernst Johann Philipp, Johann Christoph und Christian Ludwig, Gebrüder, und Vettern, Vierer und Ganerben zu Buseck [und v. Trohe], haben um eine Erneuerung des vom Reiche zu Lehen gehenden Buseckertals gebeten, wie es vorher von dem verstorbenen Kaiser Joseph I. verliehen worden ist. Auf diese Bitte hin hat er das gen. Lehen erneuert. Daraufhin hat Ernst Johann Philipp v. Buseck namens der übrigen Ganerben den Lehnseid geleistet. – Kanzleivermerk: Ad mandatum Sacrae Caesareae Maiestatis proprium E.F. v. Glandorf manu propria
HStAD B 14 Nr. 125
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1729 August 12, Großen-Buseck
Die Vierer und Ganerben des Buseckertals,namentlich Wilhelm Moritz Mönch v. Buseck, der Fuldaer Dekan Amand v. Buseck, auch namens seiner Brüder Johann Christoph und Christian Ludwig, sodann Friedrich Ludwig Mönch v. Buseck, Georg Ludwig Brand v. Buseck, Friedrich Moritz Brand v. Buseck, Johann Reinhard Brand v. Buseck, Johann Eitel Brand v. Buseck, Ernst Johann Philipp Hartmann v. Buseck, Georg Wilhelm v. Buseck und Johann Moritz v. Buseck, bekunden: Sie haben sich zur Erhaltung ihres Burgfriedens von 1602 [Dezember 6, Nr. 377] miteinander verglichen. In elf Artikeln werden unter Protest gegen die Eingriffe der Landgrafen v. Hessen-Darmstadt die Kompetenz der Pfarrer und Schulmeister im Buseckertal, der Gebrauch des ganerbschaftlichen Siegels, die Kompetenz der Gerichtsschreiber und des Schöffengerichts, die Angelegenheiten der Landmiliz, des gemeinschaftlichen Archivs, die Zusammenkünfte der Vierer und die Einhaltung der Burgfrieden geregelt.
HStAD F 28 Nr. 38
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Quellen:

Literatur:


  • 1
    ist in der Großen-Busecker Kirche nebem dem Altar zum Mannchor hin bestattet worden. s. FB GBu Nr. 123
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