Johann Melchior v. Buseck gen. Münch
(PN 4048)

Familienübersicht auf Tafel 4 c

Vater: Johann Philipp v. Buseck gen. MünchMutter: Clara Sabina v. Oeynhausen
Geboren: Getauft: 7. März 1641 in Gießen 1FB Gießen Nr. 548 b; Paten: Junker Joh. Melchior v. Oynhausen, Frau Maria Magdalena  Junker Georgen v. Bechtolsheim vidua
erwähnt:
Verstorben: 26. Mai 1669 in Candia auf Kreta 2heute Iraklion oder Heraklion. Er starb morgens zwischen 7 und 8 Uhr an einer Schwachheit. LünckerBestattet: 28. Mai 1669 in der Hauptkirche 3bei der damaligen Hauptkirche handelt es sich warscheinlich um die Kirche des heiligen Titus, deren heutiger Bau aber erst nach dem Tode von Johann Melchior entstand. Er wurde mit gewöhnlichen Kriegszeremonien bestattet. von Candia
Eheschließung:
Ehepartner:
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt
keine Kinder bekannt

Zur Person:

Beim Lehnsempfang am 25. Juli 1667 wird er von seinen beiden Brüdern vertreten, da er gerade in Fürstl. Braunschweig-Lüneburgischen Kriegsdiensten weilt. Eine Vollmacht von Joh. Melchior fehlt und muss innerhalb von drei Monaten nachgereicht werden. 4HStAD Bestand E 14 G Nr 23/2.
Fürstl. Braunschweig-Lüneburgischer Rittmeister; am 19. August 1669 wurde ein Gedenkgottesdienst in Großen-Buseck abgehalten.

Belege:

1658-1669
Buseck gen. Münch, Johann Melchior von
Wurde am 9. Dezember 1658 in Festung Gießen über Generalmajor Günther (+) Fähnrich, etliche Jahre, 1661 nach Entlassung, Reise an kursächsischen Hof und dort Landgraf Georg Christian von Hessen-Homburg bis 1662 aufgewartet, 1662 zu Eltern, nochmals nach Kursachsen. 1663 Oktober 16 reiste er mit Generalmajor von Baumbach gegen Türken nach Ungarn. Im Krieg unter Reichsfeldherr Graf von Hohenlohe Kornett, dann unter lüneburgischen Obristen Rauchhaupt Regimentsadjunkt. Nach Friede vom 9. Januar 1665 wieder ins Reich gereist, trat mit Rat der Eltern in braunschweigisch-lüneburgische Dienste (Hz. Georg Wilhelm), bekam unter Obrist von Harxhausen Kompagnie zu Pferd bis 1668, wieder Kriegsdienste. Abreise nach Candia 29. Dezember 1668 reiste braunschweigisch-lüneburgischen Völkern unter Kommando des Grafen Josias von Waldeck nach. Mutter inzwischen Witwe über Italien am 22. Mai 1669 in Candia eingetroffen, + 26. Mai 1669 dort an Fieber, beerdigt 28. Mai in der Hauptkirche in Candia (alt 28 Jahre, 3 Monate, 19 Tage)
Quelle: Conc. Fun. 184 (Nr. 6)
HStAD R 21 C 1 Nr. NACHWEIS (Biografische Kartei A. Eckhardt); Regest nach arcinsys.hessen.de

1662, Juni 21
Die Gebr. Kraft Adam und Johann Philipp von Buseck gen. Münch, zugleich in Vollmacht ihres Bruders Johann Melchior, bekunden: Landgraf Ludwig VI. hat ihnen nach Ableben ihres Vaters Johann Philipp Mönch v. Buseck gem. Lehnsbrief gleichen Datums die ursprünglich dem Jost Rau v. Holzhausen, Amtmann in Amöneburg, zustehenden Lehen, namentlich Wiesen und Weingärten in der Gemarkung Auerbach sowie den Zehnten in den zur Pastorei Modau gehörenden Dörfern, zu Burg- und Mannlehen verliehen. Dafür haben sie ihm den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller
HStAD A 5 Nr. 47/7 = B 14 Nr. 296

1666 Juni 23 Großen-Buseck
Die Gevettern Wilhelm Christoph und Rudolf Eberhard v. Buseck, Vierer und Ganerben des Buseckertals, bekunden: Auf Bitten der Brüder Kraft Adam, Johann Philipp und Johann Melchior Mönch v. Buseck, den Söhnen des verstorbenen Johann Philipp d. Ä. Mönch v. Buseck, haben sie Zeugnis darüber abgelegt, dass diese seitens der vier Ahnherren ihres Vaters zum Helm und Schild geboren sind. Nachdem ihnen die alten und neuen Burgfrieden sowie die kaiserlichen Privilegienbestätigungen und Herkommen vorgelesen worden sind und sie den Eid darauf geleistet haben, sind sie in die Ganerbschaft aufgenommen worden.
HStAD B 14 Nr. 65 Bl. 3v: Vermerk auf Urk. von 1602 Dezember 6, mit Unterschrift; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667 Juli 25 Darmstadt
Lehenrevers des Kraft Adam und Johann Philipp von Buseck gen. Münch für die inserierte Urkunde des Landgrafen Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt: Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt belehnt die Söhne Kraft Adam, Johann Philipp und Johann Melchior v. Buseck gen. Münch des verstorbenen Johann Philipp v. Buseck gen. Münch mit eineinhalb Mannsmahd Wiesen an der Wildhube an der Werbe, einer Wiese in der Esche, einer Wiese am Steinweg, einem Morgen Weingarten am Starng und einem Morgen Weingarten über den Pfad der Hanaklingen in der Mark Auerbach als Burglehen zu Auerbach, außerdem als Mannlehen mit den Zehnten der fünf Dörfer in der Pastorei Modau namens Niede-Modau, Ober-Modau, Ernsthofen, Klein-Bieberau und Asbach sowie zwei Höfen zu Modau.
HStAD A 5 Nr. 47/7; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667 Juli 25 Darmstadt
Lehenrevers der Brüder Kraft Adam und Johann Philipp von Buseck gen. Münch für die inserierte Urkunde des Landgrafen Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt: Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt belehnt die Söhne Kraft Adam, Johann Philipp und Johann Melchior v. Buseck gen. Münch des verstorbenen Johann Philipp von Buseck gen. Münch mit der Burg zu Großen-Buseck samt Zubehör, einer Hofstatt und dem Körnberg.
Siegler: Unterschrifts- und Siegelankündigung der Aussteller zugleich wegen ihres Bruders Johann Melchior.
HStAD A 5 Nr. 47/8; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667 August 12 Fulda
Die Brüder Kraft Adam und Johann Philipp v. Buseck gen. Münch bestätigen für sich und ihren Bruder Johann Melchior die Belehnung mit drei Hufen Land und sechs Ackern Wiese in Dauernheim (Daurnheimb) [Gem. Ranstadt, Wetteraukrs.] durch Joachim [von Gravenegg], Abt von Fulda. Lehenbrief inseriert.
HStAM Bestand Urk 76 Nr. 613; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667 August 12 Fulda
Die Brüder Kraft Adam und Johann Philipp v. Buseck gen. Münch (Munch) bestätigen für sich und ihren Bruder Johann Melchior die Belehnung mit den Wüstungen Niedlingen (Niedtlingen) und Hundsbach (Hundtszbach) sowie dem Hainbucher Holz (Heimbucher Holtz), alle im Gericht Rauschenberg [alle Orte Gem. Rauschenberg, Lkr. Marburg-Biedenkopf], durch Joachim [von Gravenegg], Abt von Fulda. Lehenbrief inseriert.
HStAM Bestand Urk 76 Nr. 603; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667 August 12
Joachim [von Gravenegg], Abt von Fulda, bestätigt den Verkauf von Lehengütern im Amt Rauschenberg (Rauschenbergk) [Lkr. Marburg-Biedenkopf] durch Kraft AdamJohann Melchior und Johann Philipp v. Buseck gen. Münch (Munch) an Johann Reinhard von Hornberg (Hornbergk) 5 hierbei handelt es sich um den Ehemann ihrer Schwester Anna Agnes und die künftige Belehnung des Käufers mit demselben.
HStAM Bestand Urk 76 Nr. 604; Regest nach arcinsys.hessen.de

1667, September 9 Großen-Buseck
Joh. Melchior v. Buseck gen. Münch bekräftigt seinen Lehnseid zu der Belehung vom 25. Juli 1667
In: HStAD Bestand E 14 G Nr 23/2

26. Mai 1669
verstarb Johann Melchior v. Buseck gen. Münch in Candia auf Kreta
Lüncker


Quellen:
arcinsys.hessen.de
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt

Literatur:
Conrad Lüncker, Christliche und Ritter=Predigt deme weiland Hoch=Edelgebornen Gestrengen und Mannvesten Herrn Joh. Melchiorn von Buseck genant Münch …, 1669
Otto Stumpf: Das Giessener Familienbuch, Bd. 1, Gießen 1974 (FB Gießen)


  • 1
    FB Gießen Nr. 548 b; Paten: Junker Joh. Melchior v. Oynhausen, Frau Maria Magdalena  Junker Georgen v. Bechtolsheim vidua
  • 2
    heute Iraklion oder Heraklion. Er starb morgens zwischen 7 und 8 Uhr an einer Schwachheit. Lüncker
  • 3
    bei der damaligen Hauptkirche handelt es sich warscheinlich um die Kirche des heiligen Titus, deren heutiger Bau aber erst nach dem Tode von Johann Melchior entstand. Er wurde mit gewöhnlichen Kriegszeremonien bestattet.
  • 4
    HStAD Bestand E 14 G Nr 23/2
  • 5
    hierbei handelt es sich um den Ehemann ihrer Schwester Anna Agnes
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