Regesten ab 1800

1800 Februar 14, Wiesbaden
Fürst Karl Wilhelm v. Nassau-Saarbrücken bekundet: Die adelige Familie v. Buseck der Linie Eppelborn ist zuletzt mit Urkunde von 1794 April 1 vom Gesamthaus Nassau-Saarbrücken mit einem Viertel am großen Zehnten zu Großen-Linden zu einem Mannlehen belehnt worden. Als dermaliger Senior des Hauses, auch für seinen Bruder Prinz Friedrich August v. Nassau-Usingen, auch für Prinz Karl Wilhelm Friedrich v. Nassau-Weilburg, hat er nunmehr dem Leopold Christoph v. Buseck als derzeitigem Lehnsträger der Familie, zugleich für dessen Bruder Christoph Franz v. Buseck sowie die fünf hinterlassenen Söhne ihres ältesten Bruders Konstantin, namentlich Friedrich, Karl Heinrich, Amand Christian und Christoph, alle von der Eppelbornischen Linie der Familie v. Buseck, das gen. Lehen verliehen.
Siegler: Aussteller
HStAD B 14 Nr. 329: Ausf., Perg., an rot/blau/goldener Seidenschnur anh. rotes Sg. (Vollwappen) in Holzkapsel gut erhalten
 
1800 April 8
, Darmstadt
Landgraf Ludwig X. bekundet: Gem. inserierter Urkunde von 1623 September 25  hat sein Vorfahr Landgraf Ludwig V. v. Hessen den Gebr. Ulrich Eberhard, Kaspar Philipp und Hans Adam v. Buseck, den Söhnen des Hans Philipp v. Buseck, die Hofburg im Buseckertal außerhalb von Alten-Buseck als adeligen Burgsitz verliehen. Dieses Lehen sei von Landgraf Georg II. für die gleichen Lehnsleute 1627, von Landgraf Ludwig VI. für Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck 1662, von demselben für Ulrich Eberhards Sohn Johann Philipp v. Buseck 1667, von dessen Witwe [Elisabeth Dorothea v. Sachsen-Gotha] für Hans Adam v. Buseck 1669 und von derselben für die Söhne des letzteren, Philipp Arnold und Volprecht Ludwig v. Buseck 1672, von Landgraf Ernst Ludwig nach Ableben des Philipp Arnold für dessen minderjährige Söhne Johann Adam, Philipp Ludwig und Johann Friedrich v. Buseck 1705 sowie von späteren Landgrafen und zuletzt ihm selbst gem. Lehnsbriefen von 1732, 1741, 1743, 1765, 1770, 1778, 1783, 1791 und 1795 erneuert worden (unter genauer Auflistung der jeweiligen Lehnsleute). Nach Ableben des Franz Wilhelm Lud-wig v. Buseck, Sohn des Georg Ludwig hat er, Landgraf Ludwig X., nunmehr den Friedrich Karl Alexander, Sohn des Friedrich Ludwig, sowie Friedrich v. Nordeck zur Rabenau als Vormund der minderjährigen Friedrich August und Karl Philipp Wilhelm v. Buseck, erneuert und dessen Vererbung im Landgrafenhaus festgelegt.
Siegler: Aussteller
HStAD B 14 Nr. 101: Ausf., Perg.-libell, undatiert, mit Unterschirft und Sg. in Holzkapsel an Sei-denschnur. Das genaue Datum ergibt sich aus Kopie und Urkunde von 1814 Juli 23 (Nr. 606)
HStAD F 28 Nr. 28: Gleichz. Abschrift, Papier

 
1800 Juli 9
, Fulda
Adalbert [III. v. Harstall], Bischof und Abt zu Fulda, bekundet: Nach Ableben seines Geheimen Rats und Oberamtmanns Amand Joseph Ignaz Freiherrn v. Buseck hat er Christoph Franz, Leopold Christoph Friedrich, Karl Heinrich, Amand, Christian und Christoph, alle Freiherren v. Buseck,. diejenigen Güter und Rechte, die durch das Ableben der Dorothea Sophia v. Boxberg, geb. [v.] Zastrow, an das Hochstift Fulda heimgefallen sind, und wie sie von seinem Amtsvorgänger [gem. Urkunde von 1746 Oktober 10] dem verst. Ernst Johann Philipp Hartmann Freiherrn v. Buseck übertragen worden sind, verliehen, wie sie im einzelnen nach Ausweis eines Lehnsverzeichnisses von 1673 beschrieben werden.
HStAD B 14 Nr. 176: Ausf., Perg., an Perg.-str. anh. Sg. aus grünfarbenem Wachs (Vollwappen) in Holzkapsel
 
1805 März 8
, Fulda
Das Fürstlich-Fuldaische Stadtschultheißenamt bekundet: Er weist den Obristen Amand v. Buseck in einen Garten in der Ohm [zu Fulda] ein, den dieser für einen Betrag von 1.620 Gulden durch den Schutz- und Handelsjuden Lazarus Simon von dem Geheimen Rat v. Borini durch Meistgebot erkauft hatte.
Siegler: Aussteller
HStAD F 28 Nr. 176 Bl. 1: Ausf., Papier, unten aufg. Sg. unter Papierdecke
 
1807 März 19, Lich
Fürst Karl v. Solms-Lich bekundet: Er hat dem Leopold Christoph, sodann den fünf Söhnen des verst. Konstantin, namentlich Friedrich, Karl Heinrich, Amand, Christian und Christoph Franz v. Buseck, die Mannlehen ihres verst. Vorfahren Johann Rudolf v. Buseck, bestehend aus einem freiadeligen Burg- und Ansitz mit genannten Höfen, Äckern und Gehölzen zu Rödgen im Buseckertal, erneuert. Diese Güter hatte schon 1522 Philipp Ulrich v. Buseck von Graf Philipp I. v. Solms[-Lich] zu einem Mannlehen erhalten.
Siegler: Aussteller (mit Sekretsg.)
HStAD F 28 Nr. 42 Bl. 8 – 13: Abschrift, in Lehnsrevers gleichen Datums, siehe dort
 
1807 März 19
Leopold Christoph v. und zu Buseck, Generallieutenant und Bambergischer Geheimer Rat, bekundet: Als derzeitiger Senior des Hauses, auch namens der Söhne seines verst. Bruders Konstantin, namentlich Friedrich, Karl, Heinrich, Amand, Christian und Christoph Franz v. Buseck, hat er von Fürst Karl v. Solms-Lich gem. inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums einen Burgsitz zu Rödgen im Buseckertal mit allem Zubehör zu einem Mannlehen empfangen. Dafür hat er den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller
HStAD F 28 Nr. 42 Bl. 8 – 13: Gleichz,. Abschrift, Papier
 
1807 März 19
, Lich
Fürst Karl v. Solms-Lich-Hohensolms, Senior des Fürstlichen und Gräflichen Hauses Solms, bekundet: Er hat dem Leopold Christoph sowie den fünf Söhnen des verst. Konstantin, namentlich Friedrich, Karl Heinrich, Amand, Christian und Christoph Franz v. Buseck die Mannlehen ihres verst. Vorfahren Christoph Franz v. Buseck verliehen, die dieser für die beiden Höfe in der Gemarkung Atzbach aufgetragen hatte. Es sind dies eine adelige Burg mit Ansitz und genanntem Zubehör, Äckern, Wiesen, Gärten und Einkünften zu Rödgen, ablösbar mit 400 fl. an Gold, wie es 1522 mit Lehnsbrief des verst. Grafen Philipp v. Solms-Lich verliehen worden ist.
Siegler: Aussteller (Sekretsiegel)
HStAD F 28 Nr. 42 Bl. 84 – 85 und Bl. 104 – 106v: zwei etwa gleichz. Abschriften, Papier, letztere notariell beglaubigt 1820 August 4 in Gießen
 
1807, März 19
Leopold Christoph Frhr. v.Buseck Generallieutnant des Fürstprimas und Geheimer Rat zu Bamberg, bekundet, daß ihm auch namens der Söhne seines + Bruders  Konstantin, namentlich Friedrich, Karl Heinrich, Amand, Christian und Christoph Franz v. Buseck, Fürst Karl v. Solms-Hohensolms, diejenigen Mannlehen verliehen habe, die einst sein Vorfahr Johann Rudolf v. Buseck vor Schultheiß und Schöffen zu Rödgen aufgetragen habe
Orig.: HStAD B 9 Nr. 1625
 

1809 Februar 18, Gießen
Großherzog Ludewig I. v. Hessen bekundet durch die Regierung des Oberfürstentums Hessen: Er hat den Edlen v. Buseck auf ihre Vorstellung hin gem. den darüber ausgefertigten Urkunden die Führung des Freiherrlichen Titels gestat-tet. Zu ihrer Legitimation hat er gegenwärtiges Diplom ausgestellt.
HStAD B 14 Nr. 147: Ausf., Papier, unten aufg. Sg. unter Papierdecke
 
1809 September 9, Darmstadt
Großherzog Ludewig [I.] v. Hessen, Herzog von Westfalen, bekundet: Aufgrund des Artikel 34 des Rheinischen Bundesvertrages sind die lehnsherrlichen Rechte, die früher dem Kaiser und dem Reich sowie den nunmehr zum Rheinischen Bunde zählenden Souveränen zugestanden hatten, auf ihn übergegangen. Nach dem Ableben des Friedrich Moritz Ludwig Brand v. Buseck zu Alten-Buseck am 12.April 1802 und auf Bitten seines Sohnes Friedrich Karl Joseph Freiherrn v. Buseck gen. Brand v. Alten-Buseck sowie kraft seiner Vormundschaft auch des Hofgerichtsadvokaten Friedrich Karl Georg Krug zu Gießen hat er diejenigen Lehen, die dies bisher vom Gesamthaus Nassau zu Lehen hatten, zu einem rechten Mann- und Burglehen verliehen. Es sind dies namentlich ein Teil am Zehnten zu Heuchelheim, der Zehnte zu Allendorf, Teile am Zehnten in der Au zu Gießen und zu Vollingshofen (wohl Fellingshausen), ein Viertel am Zehnten zu Großen-Linden zur Hälfte und ein Viertel am Zehnten zu Weidenhausen. Aufgrunddessen hat der v. Buseck durch seinen Vormund den Lehnseid geleistet.
HStAD B 14 Nr. 95: Ausf., Perg., Unterschrift, in Holzkapsel an rot/weißer Schnur anhangendes großherzogliches Sg. leicht beschädigt
 
1814 Juli 23, Darmstadt
Großherzog Ludewig [I.] v. Hessen bekundet: Gem. inserierter Urkunde von 1623 September 25 hat sein Vorfahr Landgraf Ludwig V. v. Hessen den Gebr. Ulrich Eberhard, Kaspar Philipp und Hans Adam v. Buseck, den Söhnen des Hans Philipp v. Buseck, die Hofburg im Buseckertal außerhalb von Alten-Buseck als adeligen Burgsitz verliehen. Dieses Lehen ist von Landgraf Georg II. für die gleichen Lehnsleute 1627, von Landgraf Ludwig VI. für Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck 1662, von demselben für Ulrich Eberhards Sohn Johann Philipp v. Buseck 1667, von dessen Witwe [Elisabeth Dorothea v. Sachsen-Gotha] für Hans Adam v. Buseck 1669 und von derselben für die Söhne des letzteren, Philipp Arnold und Volprecht Ludwig v. Buseck 1672, von Landgraf Ernst Ludwig nach Ableben des Philipp Arnold für dessen minderjährige Söhne Johann Adam, Philipp Ludwig und Johann Friedrich v. Buseck 1705 sowie von späteren Landgrafen, zuletzt auch ihm selbst, gem. Lehnsbriefen von 1732, 1741, 1743, 1765, 1778, 1783, 1791,1795 und 1800 erneuert worden (un-ter genauer Auflistung der jeweiligen Lehnsleute). Nach Ableben des Friedrich Karl Alexander, Sohn des Friedrich Ludwig v. Buseck, hat er, Großherzog Ludewig I., nunmehr die Gebrüder Friedrich August und Karl Philipp Wilhelm Freiherrn v. Buseck, Söhne des verst. [Georg] Ludwig v. Buseck, erneuert und dessen Vererbung im Landgrafenhaus festgelegt.
Siegler: Aussteller mit Geheimem Staatssiegel
HStAD B 14 Nr. 103: Ausf., Papierlibell, das an Seidenfäden anhangende Sg. abgef., Unterschrift; möglicherweise das unter HStAD B 14 Nr. 145 aufbewahrte rote Lacksiegel (ohne Umschrift) in Holzkapsel an Rest einer rot/weißen Seidenschnur (stark beschädigt) der Urkunde zuzuordnen
 
1817 August 12, Fulda
Kurfürst Wilhelm I., souveräner Landgraf v. Hessen, Großherzog zu Fulda etc.bekundet: Er hat als Nachfolger des Prinzen v. Oranien-Nassau Fulda im Großherzogtum Fulda und aufgrund eines in Ausführung des Kongresses zu Wien mit dem König von Preußen abgeschlossenen Staatsvertrags von 1815 Oktober 1 nach Ableben des Christoph Franz v. Buseck, Fürstbischofs v. Bamberg, des kurmainzischen Generals Leopold Christoph v. Buseck, der Gebr. Friedrich, Christian und Christoph v. Buseck nunmehr dem Amand v. Buseck, dem Karl Heinrich v. Buseck, der Roxana v. Buseck, geb. v. Thümmel, als Vormünderin ihres minderjährigen Sohnes Moritz v. Buseck, der Karolina v. Buseck geb. v. Bodeck d’Elgau und dem Lothar Franz v. Fechenbach, [beiden] als den Vormündern der minderjährigen Söhne des verst. Leopold Christoph Freiherrn v. Buseck, namentlich Christoph Franz, Friedrich Karl Joseph und Karl Theodor v. Buseck, diejenigen Güter und Rechte, die durch das Ableben der Dorothea Sophia v. Boxberg, geb. [v.] Zastrow, an das Hochstift Fulda heimgefallen sind, und wie sie von seinem Amtsvorgänger [gem. Urkunde von 1746 Oktober 10] dem verst. Ernst Johann Philipp Hartmann Freiherrn v. Buseck übertragen worden sind, verliehen, wie sie im einzelnen nach Ausweis eines Lehnsverzeichnisses von 1673 beschrieben werden.
HStAD B 14 Nr. 177: Ausf., Perg., an Perg.-str. anh. rotes Sg. (Vollwappen) in Holzkapsel
 
1820
Die von dem Landtagsabgeordneten [Karl Philipp Wilhelm] v. Buseck in der zweiten Kammer gegen die Geistlichen des Großherzogtums ausgestoßenen groben Injurien und die desfalls von der Geistlichkeit zu Reinheim, Lichtenberg und Umstadt verlangte Satisfaktion
Orig.: HStAD E 5 A 3 59/2
 
1820 Oktober 10, Bamberg
Christoph Freiherr v. Buseck, der Obrist und Kämmerer Amand v. Buseck, sodann Roxana Freifrau v. Buseck, geb. Freiin v. Thümmel, als Mutter und Vormünderin ihres Sohnes Moritz v. Buseck, königlich-sächsischer Lieutenant, Karoline Freifrau v. Buseck, geb. Freiin v. Buseck, als Vormünderin ihrer beiden Söhne, und Lothar Franz Freiherr v. Fechenbach als Vormünder der noch minderjährigen Freiherren Friedrich Karl Joseph und Karl Theodor v. Buseck, bekunden: Sie haben dem Generalmajor Karl Heinrich Freiherr v. Buseck als dem Ältesten und Lehnsträger Vollmacht erteilt, vom Fürstlich-Solmsischen Lehnshof das Lehen Rödgen zu empfangen.
Siegler: Aussteller
HStAD F 28 Nr. 42 Bl. 117 – 118: Ausf., Papier, fünf unten aufg. Sgg. mit Unterschriften
 
1820 Oktober 13, Beuern
Karl Heinrich Freiherr v. Buseck, königlich-bayerischer Kämmrer, Generalmajor der Infanterie, bekundet: Er hat dem NN. [Unter-]Vollmacht erteilt, beim Fürstlich-Solmsischen Lehnshof die erforderlichen Schritte zur Belehnung mit dem Gut Rödgen zu unternehmen.
Siegler: Aussteller
HStAD F 28 Nr. 42 Bl. 115 – 116: Ausf., Papier, unten aufg. Sg., der Name des Bevollmächtigten fehlt


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